WAS IST WAS? – work in progress / Teil 2

Ein Volk, oder ein großes Kollektiv, zu verhetzten gar nur potentiell auf zu hetzen dazu fehlen einem Einzelnen gänzlich die Mittel, das ist offensichtlich. Ab wann gilt eine Menge überhaupt als Volk?!? Gibt es den Straftatbestand „potentielle Volksverhetzung“? So dass also ein Ergebnis gar nicht eintreten braucht, sondern nur vermutet wird, dass etwas Geäußertes potentiell gefährlich für ein ganzes Kollektiv sei. Wie würde das „gemessen“? Was sind die Merkmale von Hetze? Ist Hetze also bereits gegeben, wen ein Individuum Geschichte, auf nachprüfbaren Quellen fußend, anders interpretiert, als dies orthodoxe Geschichtsschreibung tut? Worin besteht hier die Hetze? Ist Hetze nicht eine suggestive Prämisse, der der Äußerer nicht entspricht? Könnte eine Ansicht nicht einfach als andere Meinung gelten und somit unter die viel zitierte Meinungsfreiheit Art. 5 GG, fallen.

Es fällt pekuniär bestens ausgestatteten Parteien immer schwerer (s.a. aktuelle Wahlbeteiligungen), „Volk“ oder Teile davon hinter sich zu scharen. Gelegentlich nimmt die Sprache bei der Um – Werberei einen Duktus an, meist gegenüber dem Gegner, den man durchaus als Soft – Hetze beschreiben kann. Das „gültige“Wort hierfür: Über – Zeugungsarbeit. Also nichts als kaschierter Populismus der mit Hilfe der Medien betrieben wird. Parteien versuchen dem „Volk“, oder Teilen davon beizukommen, damit der jeweils eigenen Partei, die Macht zuwachse. Eine „Staatstragende“ Partei zu werden ist ja nicht wie eine ehrenamtliche Feuerwehr vom Dorf, die halt nur kommt, wenn’s brennt und sich ansonsten vom Acker macht. Man möchte sich einrichten, mindestens für eine Wahlperiode.

Wie kommt dieser Populismus scheinbar in die Nähe von Volksverhetzung?!? Zum einen durch die überwältigende Macht der Mittel derer sich Parteien bedienen können. Medien, Gelder, Einfluß, flächendeckende Öffentlichkeitspräsenz.

Das Wort Populismus ist bei uns in der Regel allerdings mit „rechts (extrem)“ konnotiert, wobei wir bei dem zweiten Wort Ihres Artikels angelangt wären. Lassen wir die Verwirrung zunächst bestehen, die dadurch gekennzeichnet ist, das inzwischen als sog. Altparteien bezichtigte Organisationen ebenso populistisch agieren, dennoch aber „die Anderen“ als Rechts bezeichnen. Was hat es also mit „Rechts“ auf sich?

Was ist Rechts – oder Rechts – extrem? Eine neue Rasierklingen Marke?!? Zu finden ist „Extrem“ auf einigen Werbeartikeln. Oder ist es ein beharrlich immer rechts Abbiegender Autofahrer der sein „rechts vor links“ etwas zu penetrant auffaßt?!? Oder ist es ein „echt – extrem“, welches im Ohr eines reiferen Menschen den Durchgang nicht komplett schaffte. Oder ist dieses Wort der entscheidende Trigger zu einer kollektiven Geschichte, unserer, welcher wie der berüchtigte „Ein – Ausschalter“ funktioniert.  Mal sehen…

Diese Frage überhaupt zu stellen und auszudehnen ist, bei näherer Betrachtung, zunächst ähnlich verwirrend wie ein Bild das in tagesschau online vom 21.06.2019 gezeigt wurde, getragen von einem jungen Menschen auf einer Demo gegen Klimawandel. Mit der Aufschrift: „Oma was ist ein Schneemann?!“

Hier kann sofort mit OFFENKUNDIGKEIT gekontert werden. Das weiß man doch was ein Schneemann ist. Wenn schon immer weniger die zentraleuropäische Erde es weiß, aber die Kinder Bücher sind doch noch voll davon. Weiß es aber der kleine Beduinen Junge der in der Sahara zwei Kamele hütet?!? Er wird schwer ein Schneemann Buch sein eigen nennen. Wissen es unsere Kinder noch wenn lt. mancher von denen die Erde in Zukunft eine Art Staubkorn sein wird?!? Gut, es hat Schneemänner gegeben. Vermutlich haben viele von uns welche gebaut, mit Kohle Augen und so. Wir wissen aber jetzt schon nicht mehr wie viele und wo die weißen Männer standen. Das muß man zugeben. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht mehr wo ich meinen letzten Schneemann baute. Dabei komme ich doch vom Dorf, wo man diese Dinge traditioneller Weise häufiger antraf, als auf Spielplätzen der wärmeren Städte.

WAS ist also jenes, „Was Andersdenkenden den Mund verbietet“ und deswegen „unsere Demokratie schwächen schwächt“?  

Das Schneemann Syndrom?!

Wissen wir noch von WAS wir reden oder nehmen wir vielmehr an, dass Irgend Etwas „WAS“ sein könnte?!? WAS wäre aber dieses Irgend ET – WAS?!? Ist es Alexa von Amazon die per Zuruf eingestellt werden kann „eine Erinnerung zu erstellen“ und dann z.B in Form einer Musikdatei abspielt?!? Sie, Alexa, könnte aber alles andere mögliche auch noch. z.B. die vergessene Clospülung betätigen, den Kühlschrank nach echten Nürnberger Rostbratwürstchen scannen, oder einen sogar an das eigene Vergessen erinnern. Während allerdings Johann Strauß in seiner Fledermaus mit: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ auf noch etwas Bestimmtes, Gewußtes und ihm Bekanntes zu referieren scheint, wird bei „unserem“ bestens erforschten Mann der Vergänglichkeit, dem Schneemann, nur noch in Feuchtgebiete greifen. Vorausgesetzt er war vor dessen Verflossenheit noch vor Ort. Strauß kann irgendwas setzen, er wird uns sein Geheimnis nicht verraten. Ein nicht offenkundiger Vorgang also, obwohl viele mit dem Satz und seiner Bedeutung aus eigener Erfahrung wohl etwas anfangen können.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass das Vergessen von falsch Erinnertem oder die hinzu Dichtung zu Geschehenem die Ungeheuer des WAS erst heraufziehen läßt. Falsch erinnern?!? Entweder – oder. Das war zumindest bisher die Maxime.

WAS meint er, des Straußen Johann?

All überall ist es gegenwärtig. Das NICHT VERGESSEN! Als wären wir in einer öffentlichen Demenz Anstalt, die uns mit ihrer Erinnerungsdresche das Hirn nur noch weicher prügelt. WAS ist ihm inhärent? Fragt man nach, hört man oft: Das weiß man doch. Es scheint etwas Allgemeines zu sein, welches sich dem Konkreten entledigt hat. Sozusagen das marode Bauwerk das übrig geblieben ist von der Kelle, die jetzt im Keller in einer Ecke rumfliegt und darauf wartet, dass sie dem Maurer der die Abrissbirne bedient noch rechtzeitig zu Hand kommt. Die Kelle will, das ist verständlich, den Abriss überleben. Sie will Anderes noch bauen.

Das „Was ist was“ konnten wir hier bisher nur anreisen, es bleibt immer noch Interpretationswürdig, mithin nicht der schlechteste Zustand. Ist doch darinnen Bewegung zu erkennen, ohne die jedes Leben, eine Art Sack fauler Äpfel wäre. Aber selbst die taugten noch zu einer berauschenden Kelter. Vorspiel allerdings für eine mindestens temporäre Amnesie. 

Sind wir gar voll von transzendierten Säcken fauler, ehedem saurer Boskops?!?

Zurück zum Text: „Was Andersdenkenden den Mund verbietet….“

Die mir gängigen Assoziationen zu „Rechtsextrem“ die ich an mir feststellte bevor ich, zu meinem Schrecken, mich näher mit der Problematik befaßte: Die waren: Stiernackig, Bilder meist von Hinten auf den Glatzkopf, Springerstiefel, Verrohung, Alkohol, Parolen plärrend, Ausländer raus, Deutschland den Deutschen, irgendwelche schwer identifizierbaren Runen auf T-shirts über fetten Leibern u.s.w. Ah ja, 18 noch. A(dolf)=1, H(itler)= 8 auf dem rechten Unterarm tätowiert. Das weiß man doch, das kennt man irgendwie.

Eher unangenehme, abstoßende, ja widerwärtige Szenen und Bilder, die ich zwar selbst nie erlebte aber quasi im Wochen Tackt über die Medien geliefert bekomme. Eigenartiger Weise werden diese anscheinend weniger. Ein folgender Prototyp für den Rechtsextremen im Nadelstreifenanzug zum Beispiel scheint noch nicht gefunden. Wir werden uns diesem Bild, Symbol und Mythos aber weiter nähern. Möglicherweise wäre zumindest der Garderobe nach die Nähe zur Politik und Elite dann doch zu nah. Es gibt aber auch Exemplare, die nie ihre Klamotten tauschen und trotzdem immer oben auf der Suppe mit rudern.

Schwierig hierfür ein Bild zu finden. Für WAS? Den „neuen Rechtsextremen“, der schön langsam wie eine zeitraubende Zangengeburt in die Öffentlichkeit hinein geäußert wird. Aber auch die kommt in Bewegung, wie die aktuellen Ereignisse zeigen, innerhalb denen wir uns mit einer speziellen Form der „Kopplungs- Entkopplungs Wissenschaft“ beschäftigen werden. 

Jener die zunächst über das Schaffen medialer Inhalte und Prozeduren Dinge, Ereignisse und  Informationen durcheinander bringt, sie mischt, das eine vom anderen trennt, Inhalte verdreht, umdefiniert, marginalisiert, emulgiert, verwässert und verdichtet, anreichert, beimengt, ausklammert und verdrängt, Gerede und Nachrede an den selben erschafft, abspaltet und entkoppelt, bis dass das ihr gezieme Bild zu ihrem Zweck zurecht geschustert ist. Frei verfügbar dann für weitere Ab- und Nachschreiber.

Zum neuen Bild also, des „Rechtsextremen“ das gerade im Rahmen der Darstellung eines Mordes eingeführt wird:

Einfamilienhäuschen mit Garten, Vater zweier Kinder, verheiratet, scheinbar arbeitstätig, kaum wahrnehmbarer Nachbar, Kinder mit deren Kinder befreundet. Kreditrate und Entschuldung laufen anscheinend zufriedenstellend. Unauffällig. Irgendwie sehen potentiell sehr viele Menschen in diesem Lande so oder so ähnlich aus. 

Was nun?!?

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