Rüstungsbetrieb Überlingen

Fordern Sie einen Stopp der deutschen Rüstungsexporte!

„…Die deutschen Exporte von Kriegswaffen und Rüstungsgütern haben sich in den letzten Jahren verdoppelt. Zu den Empfängern deutscher Waffen, Rüstungsgüter und Lizenzen zählen auch Diktaturen und autoritäre Regime, die die Menschenrechte mit Füßen treten.

Selbst wenn die Waffen und Rüstungsgüter  nicht eingesetzt werden, sind finanzielle Mittel gebunden, die damit für Bildung und Armutsbekämpfung nicht mehr zur Verfügung stehen….“

aus: Aktion Aufschrei | stoppt den Waffenhandel

PALÄSTINA-ISRAEL und zurück

Verkriecht man sich in Überlingen ängstlich in der philosemitisch- romantischen Behausung goldbedeckter Kuppeln einer realitätsfernen Verklärung Jerusalems und in Spuren jüdischen Lebens im ausgehenden Mittelalter auf dem Weg ins verklärte „Jetzt“, projeziert also quasi ein „himmlisches Jerusalem“ nur um dem irdischen, der Realität dort heute nicht in die Augen zu sehen?! Natürlich ist „Dachau“ nicht die Westbank. Das Maß an Verdrängung aber gegenüber dem, was in den besetzten Gebieten passiert kann gut mit folgender Analogie wiedergeben.

Einst: Lieber Gott, mach mich stumm, dass ich nicht nach Dachau kumm.

Und heute: Lieber Gott mach Augen krank, dass ich net seh‘ die Westebank.

Wissen die Apologeten eines solchen Israels nicht was dort mit der brutalen Unterdrückungs- und Besatzungsherrschaft seit über 40 Jahren passiert? Dass der Staat Israel konsequent internationale Rechtsprechung und UNO Beschlüsse ignoriert, Menschenrechte mit den Füßen tritt und Verbrechen gegen das Völkerecht begeht?

Oder wird all dies gerade in der christlichen Welt billigend zur Kenntnis genommen unter dem Aspekt biblischer Verheissung und der Heimkehrung des jüdischen Volkes von seiner 2000 jährigen „Reise durch die Diaspora“. Denn wenn Israel „aufsteige“ sind wir Christen alle ein gutes Stück vorangekommen auf dem Wege nach Zion und seinem Messias?!? Lauert da nicht der christliche Antijudaismus des Mittelalters der seinen Gegner ins offene Messer rennen läßt?

„Lasst alle vorrücken und ein paar Hügel einnehmen! Alles, was wir uns nehmen, wird uns gehören, und alles, was wir nicht nehmen, wird uns nicht gehören!“

Ariel Sharon ehem. Ministerpräsident

Wie kruden müsse wir noch argumentieren um „Rechtfertigung“ von Unrecht via Bibel herzustellen? Wozu diese oberflächliche Fetischierung des Jüdischen. Was soll damit eigentlich gesagt werden?

Treibt also in Überlingen die Entkontextualisierung von Zeit und Raum neue Blüte, wenn die Rüstungsindustrie ihr Stelldichein zur Selbstbeweihräucherung gibt, unweit der Stollen wo Arbeiter von Rüstungsbetrieben zu Tode geschunden wurden und in den Ausstellungsräumen der Bank ein Überlebenden der Shoa, Max Mannheimer, womöglich mit einem Teil des Publikums der Ortsrandpartys das „transformierte Grauen“ über sich ergehen lässt?

s.a. Südkurier 05.09.2009

Was ist das für eine Gesellschaft, die sich so gespalten gibt, ohne es zu wissen oder vorgibt Nichts zu wissen?

Verwechselt man in Überlingen am Bodensee Menschen jüdischen Glaubens oder Herkunft mit dem Staate Israel oder Zionismus mit der Kabbala, oder gar die Halacha mit internationalem Recht oder die Haskala und jüdisches Leben im allgemeinen mit einer Art koscheren Romanze?!

Was ist eigentlich gemeint bei jenen, die die Plattitüden erzeugen im medialen Katalog ihrer Veranstaltungen? Erinnerungsarbeit? Welche und an Wen? Exklusive Jiddischkeit in Überlingen, die zum Kitsch verkommt in ihrer zwanghaften Verschwiegenheit aktueller Geschichte gegenüber? Kommt Schweigen von dem Verschweigen dessen, was jüdische Spuren in Überlingen heute noch sind? s.a. Südkurier  >>> Generalstabsschef der IDF in Überlingen

Rüstungskooperation der Firma DIEHL mit der gößten israelischen Waffenschmiede RAFAEL über deren „Tochter“ ERCAS in den Niederlanden.

Als historisch in Verantwortung (als Antwortende) Stehende meinen wir, dass Israel heute nicht ohne den Konflikt gedacht werden kann, der unmittelbar aus seinem Gründungsmythos und dessen unmittelbaren Vorläufern mit hervor gebracht wurde.

Zeigen und erinnern wir also an die jüdischen Ghettos von damals in Deutschland und die palästinensischen Ghettos, Unterdrückung, Diskriminierung und Vertreibung von Heute in Palästina und klären auf!

Thematisieren wir jene Ungeheuerlichkeit der versuchten Berechtigung einer „Judaisierung also Ent-arabisierung ganz Palästinas“ im Rahmen einer sehr real dort praktizierten „exklusionistischen jüdischen Ethnokratie“(12) des radikalen Siedlertums, der Nationalreligiösen und rechter orthodoxer Kreise, was perverser Weise jenem ähnelt was gerade unter anderen Vorzeichen von exklusiver Monstrosität, nämlich einer versuchten „Arisierung der Ostgebiete“ und folgender millionenfachen Vernichtung in der Welt passiert war. Muss diese Geschichte enden in einem: „Vom judenreinen Land der Nazis zum reinen Judenland der israelischen Ethnokratie?!

Enteignung, Konfiszierung, Zerstörung von Haus und Land, Annexion und Okkupation, das sind ethnische Säuberungsprogramm die uns Deutschen doch bestens aus unserer Geschichte bekannt sein dürften!

Unterstützen wir diese Politik Israels den Palästinensern gegenüber, schaffen wir neue Opfer und verhöhnen unsere „direkten Opfer“, die europäischen Juden hin zur Bedeutungslosigkeit.

Rassistisches Denken und Handeln hat noch immer in den Abgrund geführt!

Auch Martin Buber war demgegenüber nicht ganz gefeit, wenn er unkommentiert schreibt:

„Das Besondere dass hier zum Allgemeinen (den Anderen, den nicht Auserwählten, den „Zurückgebliebenen“ ? | Hinzufügung) hinzutritt, konstituiert eine eigene Gattung (also Rasse?) die weit über die Grenze nationaler Probleme hinaus an Menschheitliches, an Kosmisches, ja an das Sein selber rührt.“

Quelle: Martin Buber | Die Idee von Israel und Palästina

Biblisch gesprochen: Jenes Land, welches den Juden von „Gott“ als auserwähltem „Volk Gottes“ versprochen wurde, ist von keinem anderen anzutasten. Er würde sich ja sonst dem göttlichen Willen seines Gottes (auch dem christlichen) und dem Bund mit den Menschen widersetzen. Eine Geisel der Landnahme verpackt in den Pakt mit dem Allerhöchsten. Exklusivität par excellence. Ein Totschlagargument.

Um es klar zu sagen:

Die Existenz des Staates Israels, Atommacht und mit einem der besten und schlagkräftigsten Heere der Welt gerüstet ist Fakt. Sein Existenzrecht alleine schon durch den UNO-Teilungsplan von 1947 durch die Völkergemeinschaft bestätigt und gewünscht. Neueste historische Forschungen israelischer Historiker und Äußerungen ehemaliger Militärs und Geheimdienstleute zeigen, dass die Bedrohungslage in vielen Konflikten (z.B. 1967) weitaus geringer, bzw. durch die israelische Propaganda inszeniert war um immer das Bild der physischen Vernichtung von Land und Leute zu zeichnen.

Was allerdings Israel im kartographischen Sinne sein will, kann nicht durch Berufung auf biblische Aussagen gerechtfertigt werden, dem stehen zivilisatorische Errungenschaften wie Völkerrecht, UNO Resolutionen, reale Geschichte und Menschenrechte entgegen. Wir leben nicht mehr in der Archaik eines nebulösen und mythisch umrankten Altertums, wo Stammesreligionen ihnen gefällige Landnahmen mit Gewalt durchgesetzt haben.

Und doch wird genau dieses in Palästina praktiziert mit der kontinuierlichen Vertreibung und der ethnischen Säuberung der Urbevölkerung Palästinas.

„Wir müssen die Araber vertreiben, und ihre Orte übernehmen.“

David Ben Gurion, zukünftiger Premier von Israel, 1937

„Wir spazierten draussen und Ben Gurion begleitete uns. Allon wiederholte seine Frage ‘Was soll mit der Palästinensischen Bevölkerung passieren?’ Ben-Gurion machte mit der Hand eine Geste, die sagen sollte: ‘Jagd sie raus!’“

Yitzhak Rabin, später zensierte Version von Rabins Memoiren, veröffentlicht New York Times, 23 October 1979.

Schon kurz nach seiner Ankunft in Palästina 1938 prophezeite Martin Buber den Verfechtern eines harten militärischen Vorgehens gegen die damals ihrerseits die britische Mandatsmacht wie die jüdischen Siedler bekämpfenden Araber eine unheilvolle Entwicklung:

„Unsere Gewaltverehrer sind im Begriff, das Arabertum, im Land und außerhalb des Landes, gegen uns zusammenzuschweißen“.

„Nur eine innere Revolution kann die Kraft haben, unser Volk von seiner mörderischen Krankheit grundlosen Hasses zu heilen. Sie wird zwangsläufig unseren vollständigen Untergang hervorrufen. Dann erst werden die Alten wie die Jungen in unserem Land erkennen, wie groß ihre Verantwortung für das Elend der arabischen Flüchtlinge ist, in deren Städten wir Juden angesiedelt haben, die von weit her gebracht wurden; deren Häuser wir geerbt haben, auf deren Feldern wir jetzt sähen und ernten; deren Früchte aus Gärten und von Weinbergen wir einsammeln; und in deren Städten, die wir geraubt haben, wir Häuser der Erziehung, wohltätiger Einrichtungen und des Gebets errichten, während wir herumreden und davon faseln, dass wir „das Volk des Buches“ und „das Licht der Völker“ seien.“

Martin Buber 1952 aus: „Wir sind ein Licht für die Völker“

Könnte es nicht sein, dass gerade die uneingeschränkten Apologeten Israels jene sind die in dem gefährlichen, (weil internationales Recht ignorierenden) Gebaren dieses Staates seinen möglichen Untergang „wittern“? Unterstützen und Befürworten kann immer auch noch eine andere Seite beinhalten. Jene die im Grunde nicht die Wohlwollende ist.

Abscheulich? Allerdings!

Wir Christen sind Bibel-, also Israeltreu, und suchen nur den christlich – jüdischen Dialog mit den heutigen Juden in Israel, die für uns so etwas wie eine „Speerspitze unseres christlichen Glaubens“ mithin dessen Urheber sind also unser, wenn auch gelegentlich (als Nachfolger des christlichen Antijudaismus) immer noch ungeliebtes „Fundament“ sind?!

Es liegt nah am Chauvinismus! Es ist Deutsch-Israelischer Chauvinismus sich gegenseitig spiegelnd.

„Aber was soll’s? Wenn der Schwabe die Waffen nicht liefert, so tut das ein Anderer. Und dass die Amis zu allem bereit sind wissen wir ja. Und da ist es doch besser der Schwabe ist reich, als der Ami, denn der Schwabe zahlt hier Steuern und die brauchen wir für Kitas“.

So ein (satirischer) Leserbrief (Ausschnitt) als Reaktion auf „Heile Welt“ Waffenindustrie am Bodensee vom 04.11.2010 in der ZEIT.

Jedenfalls taugt es nicht dazu offen, transparent und unter Achtung historischer Fakten und grundlegender Menschenrechte argumentativ den Diskurs zu bemühen und sich seiner historischen Verantwortung als denkender Mensch in diesem Land zu stellen und Position zu beziehen.

Denn ein Schuldgefühl gegenüber den Opfern des von unserem Kollektiv ausgegangenem menschenverachtenden Unrechtes darf nicht dazu führen, Rechts- und Menschenrechtsverletzung in der heutigen Zeit zu tolerieren, gerade aber nicht in jenem Land, wo viele Nachfahren dieser Opfer leben und ausgerechnet dort, oft nicht die Willkommensten waren. In Israel, dessen Gründungsvater Ben Gurion im Zusammenhang mit Überlebenden des Holoaust verächtlich von „Menschenstaub“ sprach.

Es wäre eine erneute Verhöhnung von eben „unseren“ Opfern, wenn man quasi in ihrem Namen als Legitimation heutiges Unrecht gegenüber den Menschen in den besetzten Gebieten ignorierte oder gar begünstigt, z.B. durch Geschäfte mit Waffen aus Familien Betrieben wo Vorfahren jener zu Tode gebracht wurden die heute möglicher Weise als Unterdrücker auftreten. Soll sich so der Kreis schließen?

Perversion der Geschichte, Dialog als Motto, oder nur dialogisches Prinzip?

Doch leuchten darf hier nur die goldene Kuppel Jerusalems, die, wer es noch nicht wissen sollte eines der höchsten muslimischen Heiligtümer ist, jener Felsen Dom und nicht etwa der Schimmer eines jüdischen Tempels.

Fehlt es uns schlicht an Informationen? Schwierige Zusammenhänge? Nein, Es ist offensichtlich. Hinschauen, hinterfragen, nachdenken, handeln!

ANWENDUNGSDOKTRIN „urban battlefiled“

Entsprechend der Doktrin, dass diese „intelligenten“ Waffen die besten für das moderne Schlachtfeld in urbanem Umfeld sind, entlarven sich ortsansässige Rüstungsbetriebe und ihre Teilfirmen selbst, indem sie ihre Geräte z.B. als besonders wirkungsvoll in jenen urbanen Strukturen preisen. s.a.

„SPIKE“ ein Erfolgsmodell von Eurospike, New Company, EuroSpike GmbH, established at EUROSATORY

„These systems have several unique features which the Israeli Defence Forces, a.o……., and have found to be the most suitable system for the modern battlefield and military operations in urban terrain (MOUT)“.

Hierzu passen nahtlos Aussagen jenes Generals, der in Überlingen badische Gastfreundschaft genoss.

„… In der Depesche wird Gabi Aschkenazi (der oberste Generalstabschef Israels) mit den Worten zitiert, bei einer möglichen neuen Offensive werde Israel „keine Beschränkungen seiner Kriegsführung in bewohnten Gebieten“ akzeptieren.“

Aus: Focus | 02.01.2011

Video zum Thema MOUT | Military Operationon on Urbanized Terrain

Israeli army using mock city to prepare for future conflicts in urban environment

In ihrer Erklärung von 2004 führen die Gesellschafter aus:

„DIEHL Munitionssytem GmbH(DMS), Rheinmetall Defence Electronics GmbH (RDE) and RAFAEL Ltd./Israel, Haifa signed an agreement today establishing a new company, EuroSpike GmbH, which will serve as the prime contractor for the EuroSpike Family of missiles for European customers.

Quelle: Presseerklärung 15. Juni 2004 zur Zusammenarbeit von DIEHL Munitionssystme GmbH, Rheinmetall Defence und RAFAEL Ltd. Auf der homepage von Eurospike Dez. 2010 | ebenso auf den Seiten von DIEHL und RAFAEL.

Dass der israelische Rüstungskonzern RAFAEL im europäischen Markt über die Holländische Firma ERCAS B.V. die ihr zu 100 Prozent gehört an dem Projekt beteiligt ist macht die Sache um so heikler. Schließlich findet man dieses Waffensystem ausführlich beschrieben auch auf der homepage von RAFAEL, wo deren Anwendungskapazität für die IDF der israelischen Armee gepriesen wird. In Europa?

„The sharing of knowledge and experience accumulated by all of the SPIKE users is extremely useful and important,” says Dr. Shaul Attar, Director of RAFAEL’s Anti-Armor Systems Directorate. “Our future interests lie in using that knowledge and experience to produce an even better product at a lower price. If the User’s Club can help us do that, then we’ve succeeded.”

Quelle: Spike User Club | Established vom israelischen Rüstungskonzern | homepage Rafael Stand Dez. 2010

Alles natürlich unter dem Aspekt des Legitimierten und der medial vorbereiteten Rechtfertigung wegen globalen Terrors. Heute sind diese Scheinargumente quasi als „Tagesgeschäft“ zu erledigen. „Terrortestläufe“ inklusive als Einstimmung der Bevölkerung auf Weiteres…..

Wir machen uns doppelt schuldig. An dem was wir feierlich „historische Verantwortung als Deutsche“ nennen und hier nicht erkennen und dem was möglicher Weise mit deutschen Rüstungsprodukten in der Welt, hier Israel angestellt sprich vernichtet wird.

Deswegen aber Schweigen oder sich gar in die Nähe von Geschichtsklitterung begeben, indem man sich dem Staat Israel in kritikloser Loyalität ergeben zeigt?

WEGE zum KRIEG?

Die Litanei mantrisch gebeteter Ressentiments gegen die „Achsen des Bösen“ und ihrer Zuordnungsbreite in riesigen ethnischen Kollektiven schaffen jenes Konfliktpotential, welches man dann in Form des Terrors bekämpft. Eine neue Kriegsdoktrin: Schaffe den Konflikt, der „dich“ dann bedroht, um ihn zu bekämpfen. Über die Mechanismen dieser Zusammenhänge ist schon viel nachgedacht worden. Es ist nicht nötig diese hier weiter auszuführen.

Kollateralschäden gibt es fast nicht mehr (so zumindest die Doktrin), weil der Krieg der Zukunft asymmetrisch im urbanen Umfeld stattfindet (Military Operation in Urbanized Terrain) und vor allem die Hightechwaffe im Verbund mit Zielerfassung und Infrarotsuchkopf punktgenau mitten auch ins Zivile trifft. Monthy Pythons Film „Brazil“ läßt grüßen. Terror als Alltag. Wer Gut und wer Böse ist, entscheidet der Mann am Joystick, ein „erwachsener“ Junge fern des Kriegsschauplatzes.

Dort, wo der Horror der Perfektion, „der Wahnsinn der Normalität“ (Arno Grün) und der „bestmögliche“ Schutz der Zivilbevölkerung zum Alltag wird und in der Perversion gipfelt: Weil Zivilbevölkerung immer potentiell Unterstützer von Terror ist, da sie unter Terroristen oder Terroristen unter dieser lebt. Perversion der Ziele und ihrer Erfassung.

Deswegen schweigen?

Libanon- und Gazakrieg waren jene „Hightech“ Kriege in einer dicht besiedelten urbanen Strukturen mit tausenden von Opfern und zehntausenden von Verletzten und Traumatisierten durch Fliegerbomben und Lenkflugkörpern.

s.a. DIEHL BGT DEFENCE Lenkflugkörper, EUROSPIKE, Kooperation mit RAFAEL

WAFFEN, KNOW-HOW und SOFTWARE vom ÜBERLINGER SEE

oder

„DIE BESATZUNG MACHT KEINE SOMMERFERIEN“

Zitat aus dem Buch: „Ein Israeli in Palästina“ von Jeff Halper

Ein offener Brief an Politik und Gesellschaft um den „stillen Transfer“ deutsch – israelischer Beziehung und Geschichte in Überlingen am Bodensee.

Mit „stillem Transfer“ werden in Israel jene städtebaulichen Maßnahmen und Restriktionen bezeichnet, die entgegen internationaler Rechtssprechung darauf abzielen, palästinensische Bewohner aus ihren Lebensräumen und Häuser zu vertreiben und diese zu zerstören.
 

(mehr …)

>>> AUFRUF AN POLITIK & GESELLSCHAFT <<<

  • In diesem Zusammenhang fordern wir die Politik und alle Menschen auf eine offene Debatte zu führen über Israels Verhalten der palästinensischen Bevölkerung gegenüber, seiner über 40 jährigen widerrechtliche Besatzung und vor allem den rüstungsgeschäftlichen Beziehungen zu Deutschland, hier im Besondern Überlingen und die Bodenseeregion und Israel.
  • Ein Verschweigen dessen was sich heute im „heiligen Land“ abspielt und unsere uneingeschränkte Loyalität zu Israel, pervertiert jene Verantwortung die wir durch „unsere Täterschaft“ den Opfern damals und allen Opfern von Gewalt und Unrecht heute schuldig sind.
  • Handeln wir langfristig im eigentlichen Interesse aller Menschen in Palästina und Israel und deren Bedürfnis nach Frieden, unter Beachtung der allgemeinen unteilbaren Menschenrechte denen wir laut Grundgesetz verpflichtet sind, unter Beachtung der Erkenntnis von Zusammenhängen und deren Auswirkungen auf unsere Mitmenschen gleich wo diese sich befinden.
  • Es kann nicht in unserem Interesse liegen, vorbehaltlos jene Politik des israelischen Staates zu unterstützen die weiterhin ihre expansive Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten aufrecht erhält.  Genau dadurch wird der Konflikt von Israel verschärft und perpetuiert und führt zu verständlichen Reaktionen seitens der Palästinenser welches zu einem „unkontrolliertem“ Krieg im nahen Osten führen kann. Wollen wir den?
  • Durch militärische Unterstützung dieser Politik im Rahmen der sog. „Sicherheitspartnerschaft“ kann Europa und insbesondere Deutschland ins Visier islamistischen Terrors geraten, der sich als Antwort auf jene Unterdrückung versteht und diesen für sich  instrumentalisiert. Lassen wir es nicht soweit kommen.
  • Deswegen ist eine einseitige Israelsolidarisierung kontraproduktiv gegenüber den Interessen israelischer Bürger, gegenüber den Palästinensern und Europa; dies gilt auch für die Veranstaltung von „jüdischen Kulturtagen“ wenn diese Israel und Judentum unter Ausschluss der Erwähnung und Diskussion der Apartheidpolitik, Israel in einer Weise zeichnen, welche sich vor dem Hintergrund der aktuellen Lage als oberflächliche und geschichtsklitternde Propaganda und exklusiver Euphemismus darstellt.
  • Diese Art von Solidarität übertüncht an Statt aufzuklären, sie spielt die Einen gegenüber den Anderen aus.
  • Denken wir daran, dass Terror aus der Idee der asymetrischen Kriegsführung, dem Partisanenkrieg entstanden ist und dieser wiederum meistens aus der berechtigten Wehrhaftigkeit von Zivilbevölkerung gegenüber Besatzungsmächten und Unterdrückern.
  • Wenn wir dieses heute nicht erkennen oder erkennen wollen und stattdessen durch unser Verhalten kritiklos Rüstungskooperationen und „Erfahrungsaustausch“ mit Israel in Überlingen am Bodensee wie auch woanders unterstützen, oder umgekehrt Politiker und Gesellschaft sich von den Betrieben vor Ort begünstigen lassen, machen wir uns mitschuldig an all den direkten und indirekten Folgen des Einsatzes von Waffen, machen uns gemein mit einer Doktrin, die unter dem Vorwand „Verteidigung“, Krieg das Geschäft der Rüstung, dorthin delegiert wo er nicht unmittelbar bedrohlich für uns scheint.
  • Dort ist Perpetuierung und Inszenierung von Konflikten scheinbar einfacher zu „managen“ und undurchschaubarer zu bewerkstelligen. Waffen brauchen Krieg. Das war schon immer so. Sagen wir „nein“ dazu.
  • Deswegen sollen ortsansässige Rüstungsbetriebe so lange angeprangert und boykottiert werden, bis diese ihre Unterstützung und Zusammenarbeit mit Israel aufkündigen.
  • Erst wenn Israel die widerrechtliche Besatzung und Abriegelung der palästinensischen Gebiete beendet, die Apartheitmauer niederreißt und alle Menschenrechte, Völkerrecht UNO Resolutionen und Genfer Konventionen einhält, soll über weitere Schritte entschieden werden.