Nightmare am Bodensee

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Beitrag: Saul Drexler

Wenn Denken und Moral nicht stimmen,


so ist das sprachliche Abbild Lug und Trug.
Denn was gesprochen und geschrieben,
kommt nicht aus dem Herzen,
sind menschenfeindliche Worthülsen,
die sich der Willkür wohlfeil anbieten.
Gesetz und Recht wandeln sich
in trügerischen Schein,
weil was gesprochen
und geschrieben,
so nicht gemeint ist.
Sind Gesetz und Recht nur Makulatur,
so herrscht Unrecht und nicht Recht.
Der rechtstreue Bürger
wird zum Wutbürger,
der Staat erscheint als Feindbild
welcher sich zum Selbstzweck erklärt,
und das Volk vollmundig manipuliert.
Und so singt Rumpelstilzchen innig
im Choral der Demagogen:
„Täuschland, Täuschland einig Fake-Land,
Vaterland von Trug und Lug,
VW und Wirecard, Lockspitzel und Konsorten…
Und so lasst uns alle streiten
widerlich in Harm mit Hass…“              



In dieser Corona-Zeit erscheinen amtliche Kontrolleure vor Geschäften und Lokalen getarnt als zivile Kunden; sie bitten das Personal um Zutritt auch ohne Maske, weil diese vergessen wurde, man wolle nur eine Kleinigkeit kaufen und gleich wieder gehen. Ist die Täuschung gelungen und aus Mitleid Einlass gewährt, dann präsentieren diese „Lockspitzel“ einen Amtsausweis, stellen den Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz fest verbunden mit einer Anzeige. Der Bußgeldbescheid beläuft sich meist auf mehrere Tausend Euro. Für den Wiederholungsfall wird die Betriebsschließung angedroht, was in manchen Fällen zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz des Betroffenen führen würde. Diese perfide Täuschungsmethode eines sog. Agent Provokateur wurde in Urteilen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte als rechtwidrig deklariert.

Ausnahmen gelten nur bei Ermittlungen gegen das organisierte Verbrechen. Dennoch  wird die Geschäftswelt mit der Mafia auf die gleiche Stufe gleichgestellt, so als wenn der Normalbürger auf jeden Fall zu Rechtsverstößen bereit ist. Daher gilt, künftiges Unrecht durch eine Täuschung bereits in der Gegenwart zu realisieren und so den Täter zu überführen. Die somit unter Generalverdacht gestellten Betroffenen werden damit Opfer einer Kollektivbeleidigung, wobei die Tat von staatlichen Organen verübt wird.

Der hierdurch angerichtete Vertrauensschaden ist verheerend. Staat und Volk entfremden, ja verfeinden sich. Ohne Mitarbeit der Bürger kann Regieren und Verwalten auf Dauer nicht funktionieren, schon gar nicht die Aufklärung von Straftaten, weil die Zeugen schweigen. Mit Repressionen ist nichts gewonnen. Das wusste u.a. auch Napoleon, der feststellte:       Auf Bajonetten kann man nicht sitzen! (geschweige denn mit ihnen regieren)

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