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Beitrag: A. Point

Der Ticker glüht, Provinzpossen haben allenthalben Hochkonjunktur. Aber immer öfter bleibt einem das Lachen im Halse stecken… 

Darmstadt

Die aus namhaften nachdenkenden Germanisten und Journalisten bestehende Jury der „Sprachkritischen Reaktion“ hat soeben das „Alternative Unwort des Jahres“ gekürt. Mit knapper Mehrheit konnte sich „Neue Normalität“ gegen „Öffnungsdiskussionsorgien“ durchsetzen. Zur Begründung heißt es: „Der von einem verantwortungslosen Finanzjongleur und überführten Trickbetrüger geprägte Begriff der ‚Neuen Normalität‘ verharmlost die sich stetig verhärtende  Corona-Diktatur und verhöhnt deren Opfer, die denunziert und diffamiert, mit Berufsverboten in die Armut getrieben und mit Maulkörben mundtot gemacht werden, bis hin zur Gefährdung oder gar Vernichtung ihrer physischen Existenz durch Isolationsfolter, Behandlungsverweigerung im Krankheitsfalle und ‚freiwillige‘ Zwangsimpfung mit fragwürdigen Vakzinen.“


Berlin

Auf eine gemeinsame Anfrage von AfD- und FDP-Abgeordneten lässt das Bundespräsidialamt mitteilen, dass bei der geplanten Gedenkveranstaltung für die Corona-Toten nur „an, mit oder im Zusammenhang mit dem Virus“ Verstorbene berücksichtigt werden können. Todesfälle infolge der Corona-Schutzmaßnahmen seien lediglich als Kollateralschäden zu betrachten und darum für die kollektive Erinnerungskultur ähnlich irrelevant wie die deutschen Opfer des letzten Weltkriegs.


München/Berlin

Nachdem auf dem Viktualienmarkt erste „Rübe ab!“-Rufe gegenüber Maskenverweigerern laut geworden sind, wird auf Initiative des Bajuwarenhäuptlings Markus Gernegroß zur die Corona-Verschärfungen vorbereitenden Expertenrunde im Kanzleramt ein den Taliban nahestehender Rechtsgelehrter aus Afghanistan hinzugezogen, um über „Chancen und Risiken der Einführung der Scharia in der BRD“ zu referieren – natürlich auch im Hinblick auf mögliche (positive) Auswirkungen auf die Integration von Mitbürgern muslimischen Glaubens.


Minden

Die Firma Melitta weist darauf hin, dass ihre unlängst gestartete Produktion von FFP2-Masken („filtering face pieces“) wegen weltweit steigender Nachfrage zurzeit stockt und darum, außer in Bayern, vorübergehend auch normale Melitta-Kaffeefiltertüten (Körbchengröße 4) als MNS (Mund-Nasen-Schutz) verwendet werden dürfen. Es wird allerdings davon abgeraten, diese nach Gebrauch auch noch zur Kaffeebereitung zu benutzen. Für dadurch eventuell entstehende Geruchs- und Geschmacksverluste, die zu einem Corona-Fehlalarm führen könnten, übernimmt die Firma keine Verantwortung.


Blackrock (USA)/Brilon (Sauerland)

Aus seinem Schmollwinkel auf dem Schwarzen Felsen hat Friedrich Merz seine unter Missachtung sämtlicher Corona-Regeln in einem eingeschneiten Briloner Waldgasthaus versammelten, mit Dreschflegeln und Schrotflinten bewaffneten, zum Marsch nach Berlin wild entschlossenen Anhänger aufgerufen, Ruhe zu bewahren, Tauwetter abzuwarten und das Konrad-Adenauer-Haus zunächst nicht zu stürmen. Verräterische Parteigenoss*innen hätten ihm zwar den digitalen Sieg gestohlen und absichtlich den falschen Knopf gedrückt, aber er zähle auf die Briefwahlstimmen, die das schamlos gefakte Ergebnis gewiss noch zu seinen Gunsten drehen würden. Juristische Schritte bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte behalte er sich vor.


Aachen

Der als bescheiden und bodenständig geltende Armin Laschet hat nach seiner umstrittenen Wahl zum CDU-Vorsitzenden heimlich den Aachener Dom besucht, Kameras waren nicht erlaubt. Als er, vermutlich nur zur höheren Inspiration, auf dem Thron Karls des Großen Platz nehmen wollte, kam es zu einem peinlichen Zwischenfall – genauer gesagt: zu einem Durchfall. Da der gebürtige Aachener offenbar nicht wusste, dass der aus vier in der Jerusalemer Grabeskirche geklauten Marmorplatten zusammengebaute Königsstuhl keine Sitzfläche mehr hat, plumpste er haltlos ins Leere (ein befürchteter Gesäßbruch wurde mittlerweile dementiert). Die Geschichte hat aber noch eine Pointe: Die verschwundene, gleichfalls marmorne Sitzfläche ist wiederaufgetaucht und wird gerade restauriert – wobei sich überraschenderweise herausstellte, dass in der Mitte ein großes, kreisrundes Loch klafft. Der neue Spitzname für den Karlsthron kursiert bereits: Armins Kackstuhl… 


Überlingen/Berlin

Die Klinik Buchinger hat bestätigt, dass in Bälde die Frau Bundeskanzlerin, ihr Hausmeister Helge Braun und ihr Misswirtschaftsminister Peter Altmaier auf dem Zauberberg hoch überm See eine längst fällige Hungerkur antreten werden, selbstredend in getrennten Suiten, mit gebührendem Abstand und den oben erwähnten, besonders virensicheren Melitta-Masken (notfalls aber auch mit nachträglich zertifizierten Plagiaten „made in China“). Aus gut unterrichteten Kreisen der Hauptstadt verlautet, in der Abgeschiedenheit des idyllischen Bodensee-Fleckens würden auch diverse Zukunftsszenarien durchgespielt. Im Gespräch sei eine pandemiebedingte Verschiebung der Bundestagswahl auf den Sankt-Nimmerleins-Tag mit gleichzeitiger Proklamation von Frau Dr. Merkel zur Regierungschefin auf Lebenszeit. Sollte sich dies trotz Impfdesaster und immer neuer hochansteckender Virusmutationen nicht in maximal 24 Stunden durchs zufrieden schnarchende Parlament peitschen lassen, werde erwogen, die Bildung einer neuen Bundesregierung wenigstens so weit zu verzögern, dass sich Frau Dr. Merkel am Silvesterabend als geschäftsführende Kanzlerin noch ein letztes Mal an ihr Volk wenden könne. Hinter vorgehaltener Hand wird freilich kolportiert, als nüchterne Physikerin stelle Mutti sich auch auf den Worst Case ein (Massenpleiten, Massenarbeitslosigkeit, Amokläufe, Selbstmorde, ein brutal auf DDR-Niveau heruntergeprügelter „Rechtsstaat“ und ein startklarer Flieger nach Chile ins Exil). Dann, so wispert man, werde sie mit festem Blick auf den Teleprompter jene würdigen Worte wiederholen, mit denen einer, der damals vielleicht ihr oberster Dienstherr war, sich am 13. November 1989 aus dem politischen Leben verabschiedete: „Ich liebe Euch doch, ich liebe alle Menschen, ich liebe Euch doch alle…“


Fortsetzung folgt…