Überlinger Demokratie, quo vadis?

Wenn Fragen in Frage gestellt werden, so ist das fragwürdig. 1

Welche Frage würdig ist, als Frage gewürdigt zu werden,

hängt von der Fragwürdigkeit des Gefragten ab.

Die befragte, aber sonst gefragte Obrigkeit 

redet mit Fragenden Fraktur.

Der so Fragmentierte 

der Fraktion 

fragt fraglos

nicht mehr 

Fragliches.


Anmerkung:
Anlass der vorstehenden Zeilen ist ein Bericht im Südkurier vom 16. März 2021. Es wird berichtet, dass sich der Oberbürgermeister über Fragen der Fraktion des BÜB+ geärgert hat: „Dass Sie dann immer wieder darauf rumreiten, ärgert mich und beschäftigt meine Verwaltung.“ Der OB verkennt, dass er Überlingen nicht nach Gutsherrnart regieren darf sondern unter Beachtung der Grundsätze der Demokratie. Diese lebt aber gerade von Kontrollfragen der gewählten Mandatsträger. Außerdem geht es nicht um seine“ Verwaltung sondern um die der Bürgerschaft im Rathaus. Demokratie kann durchaus für die gewählten Entscheidungsträger unbequem sein; sie ist kein Kuschelplatz.

Wenn der OB nur Ovationen erwartet und unter unbequeme Fragen leidet, sollte er sich fragen, ob er sich noch seinen Aufgaben gewachsen fühlt.


Anmerkung:

  1. zu einem Bericht des SK betr. Überlinger Gemeinderat / Verwaltung

2 Kommentare

  1. Das kann ich nicht umkommentiert lassen! Wenn ein „Demokrat“ zum wiederholten Mal die gleichen Fragen stellt und sie für alle anderen Gemeinderäte verständlich beantwortet bekommt, und sie vielleicht auch nur deshalb nochmals stellt, weil zuvor keine Presse und/oder keine Öffentlichkeit, dann ist das keine „demokratisches Recht ausgeübt, sondern purer Populismus. Gestohlene Zeit für alle anderen! So wird der Verwaltung wertvolle Zeit entzogen, die sie gerade in d i e s e n Zeiten für wahrlich Notwendigeres einsetzen müsste.
    Alle Gemeinderäte haben zu Beginn der Gemeinderatstätigkeit gelobt, für das Wohl der Stadt einzutreten. Ist das, was die BÜB- hier immer und immer wieder abzieht, zum Wohle der Stadt? Dienstaufsichtsbeschwerden gegen missliebige andere Stadträte, Falschbehauptungen usw. zeugen von einem tiefen Misstrauen, das in kleinster Weise angebracht ist. Narzissmus und Wichtigtuerei ist hier erkennbar.