WAS IN ÜBERLINGEN PASSIERT

>> Artikel in der ZEIT vom 04.11.2010

>> Ausbildung deutscher Luftwaffenpiloten in Israel | 3sat Bericht

  • Initiatoren aus Politik und Gesellschaft entdecken Spuren „eines geistigen  jüdischen Zentrums“ in Überlingen im ausgehenden Mittelalter. Man versucht unter dem Motto: „Niemals wieder“ deutsch-israelischen und jüdisch-christlichen Dialog. Zwei Lokalpolitiker bemühen sich mit jungen Israelis um einen „Vergleich des Militärs in beiden Ländern“ s.a. Südkurier vom 31.08.2010 und um die „Wasserproblematik Israels„. Dies an der örtlichen Jugendherberge „Martin Buber“, unmittelbar vor den Toren des Rüstungsbetriebes DIEHL BGT DEFENCE. Dieser ist vor allem in der „Waffenreihe“ SPIKE, die auch im letzten GAZA Krieg, im Libanon Krieg und unter der letzten Intifada (Volksaufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung) von der israelischen Armee verwendet wurde, Kooperationspartner (lt. Presseinformation für den europäischen Rüstungsmarkt) der größten israelischen Waffenfirma RAFAEL (über deren holländischen Tochter ERCAS B.V.)  Ein Filmprojekt 2011 soll hiesige Jugend in das lokale Narrativ der „jüdischen Spuren“ integrieren, was anschließend israelischen Jugendlichen als geschichtliche „Anbahnung“ unter dem Aspekt „Völkerverständigung“ vorgestellt werden soll.  Hierzu bemüht man Martin Buber mit seinem Ausspruch: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“.
  • Das „heiße Eisen“, die Firma DIEHL BGT  DEFENCE vor Ort in Überlingen am Bodensee als Rüstungskooperationspartner der israelischen Rüstungsschmiede RAFAEL (via der holländische Tochter ERCAS B.V.) und Israel als Besatzungsmacht, als Menschenrecht verletztender Staat der zahlreiche UNO Resolutionen negiert, der sich weigert die Rechtssprechung des Internationalen Gerichtshof in Den Haag Folge  zu leisten, der Völkerrecht massiv und nachhaltig verletzt, Land und Wasser der palästinensischen Bevölkerung raubt und deren Häuser in zehntausenden Fällen zerstört und die  palästinensischen Bewohner vertreibt und tötet, Israel als Apartheidsstaat wurde bisher von der Lokalpolitik nicht nur völlig ausgeklammert, sondern sogar noch „beworben“.
  • In einer örtlichen Bank wird während den Überlinger jüdischen Kulturtagen im Rahmen des Europäischen Tages der Jüdischen Kultur 2009 von der Bürgermeisterin, Lokalpolitikern und Honoratioren vor der Staatsflagge Israels ein Scheck ausgetauscht. s.a. Südkurier vom 08.09.2009. (8 Monate nach dem GAZA Krieg). Einen Monat später wurde der Generalstabschef, der wegen ihrem unverhältnismäßigen und brutalen Vorgehen im Gazakrieg 2008/2009 weltweit geächteten israelischen Armee in Überlingen am Bodensee von dem „Überlingen Fan“ und damaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Schneiderhahn hofiert. s.a. Südkurier vom 29.10.2009. Nur wenige Monate zuvor hat diese Armee fast eintausendvierhundert palästinensische Menschen getötet, darunter 350 Kinder. Die Mehrheit der Opfer waren Zivilisten. Fast 5000 Häuser wurden zerstört und über 5000 zum Teil schwerst verletzte Menschen sind zu beklagen. Größte Schäden wurden an der Infrastruktur des Gaza Streifens angerichtet, welches die dortige Zivilbevölkerung in ihrem total abgeriegelten Gebiet in noch tiefere Not und Elend mittels einer kollektiven Bestrafung stürzt.

„Das Schicksal der Israelischen Volkes ist untrennbar verbunden mit dem der Palästinenser. Vielleicht hat Deutschland ja die Pflicht den Israelis zu helfen zu einem Frieden mit den Palästinensern zu kommen.“

Daniel Barenboim, in 3 sat | international anerkannter Dirigent und Musiker, Initiator und Leiter des west-östlichen Diwan Orchesters.  . s.a. Meine Heimat, eure Heimat

Kein wesentliches Wort aber bisher in Überlingen am Bodensee zu dem, was unmittelbar zur jüdischen Kultur in Deutschland, vor allem aber aus deren Entstehungskontext heraus  – zur jüdischen und israelischen Geschichte und zum Verhältnis Deutschland – Israel  mit dazu gehört:

Das Drama des palästinensischen Volkes, seine fortwährende Unterdrückung, Zerstörung und Vertreibung durch den jüdischen Staat.

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„Ich wünsche mir, dass mein Land, Israel, die Kraft finden wird, seine Geschichte noch einmal neu zu schreiben. Dass es lernen wird, seiner Geschichte und seiner Tragödie auf eine neue Art und Weise zu begegnen und sich aus ihr heraus noch einmal neu zu erschaffen.“

David Grossmann, Friedenspreisträger des deutsche Buchhandels 2010 im SPIEGEL

Brief an Bundestagsabgeordnete <

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