CAMOUFLAGE DURCH „ENTTARNUNG“

PROLOG:

Dieses Essay richtet sich weder gegen Menschen oder Menschengruppen gleich welcher Herkunft, noch gegen deren Religiösität oder Weltanschauung. Es ist ein Versuch in jenem Sprachgebiet welches sich immer wieder aus aktuellen in Verbindung mit historischen Ereignissen „aufheizt“, den Umgang damit aus verschiedenen Perspektiven differenzierter zu betrachten. Schließlich Fragen zu stellen und diese auch sagbar zu machen. Nachfolgendes befasst sich neben den Auswirkungen der Politik des Staates Israel gegenüber den Palästinensern, ebenso mit Aspekten der Vorgeschichte im Rahmen von Ereignissen des WK II und dem damit verbundenen medial-politischen und metaphysischem „Schlachtfeld“ heute. Während zweimaliger Israel-Palästinareise (Westbank, Jerusalem) konnte ich mich über manche Gegebenheiten dieses als Nahostkonflikt bezeichneten Dramas aus eigener Anschauung und Gesprächen vor Ort kundig machen. Intensive historische Studien und die Fertigstellung eines Filmes, wie auch musikalische- (aus der im RBB Beitrag zitiert wird) und Text Reflexionen (poems off the road)  so wie auch dieses essay, schlossen sich als künstlerische Verarbeitung meiner Erfahrungen an.

Hubert Bergmann


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Camouflage durch „Enttarnung“

Verkappter Antisemitismus“ [1]; ein später Nachfahre nicht entschlüsselter Nazi Tarnsprache?  Exkurs zu einem deutschen Trauma                                       Glóssa

Replik auf: „Israelkritik – der verkappte Antisemitismus?“  [2]                                       mit Musik v. Hubert Bergmann am Flügel und Gilad Atzmon am Saxophon : Titel, „present absent“ aus dem Album „Zone de Memoire“, mudoks records


“In the absence of Jew-hatred, Judaism is undergoing a slow death. […] Yet in our increasingly secular and scientific age, we need to acknowledge its paradoxical power to renew and enrich Jewish life…“  Rabbi Dan Cohn-Sherbok, The paradox of Antisemitism
„And if real peace does come to Israel, the question will be asked: Can we, and how do we, survive without an external enemy?“ Avraham Burg, former head Jewish Agency, Cohen Report
„Die Vergangenheit lebt nur für den, der sie kennt, erforscht und befragt. Sie wird sich wandeln, je nach Zeit, Ort und Sinn des Fragens.“ Golo Mann, deutsch-schweizerischer Historiker [3]

[1] im folgenden bezeichnet mit: (VA) 
[2] RBB-Kultur 21.7./4.8.2019 | Red.: A.Winter,J.Rosbach |R:P.Sonderegger
[3] vermutl. Opfer eines „heimlichen Antisemiten“ Vorwurfes

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Dass das Gerede über manche Dinge jene erst heran züchtet, um sie dann im Hinterhof Bewusstseinsvernebelnder Sentenzen zum Blühen zu bringen, davon berichtet die Fama mittels Hörensagens und Geschichten erzählend ihren Zuhörern in der Regel nicht. Der offene Mund derer die über das Unglaubliche staunen, bedingt schließlich jene Form des Schweigens, mit welcher sich der dem Erzählstrom Verfallene selbst in Schach hält. Voraussetzung für eine reiche Ernte eines absoluten Glauben fordernden Narrativs, das mit Hilfe eines Cocktails aus Prämisse und Schuld von jenen Produzenten eingefahren wird, die den Zwist gleich mit säen. Wahrheit bedarf schließlich der Lüge, an der sie sich dann, das Gegenteil verifizierend abarbeiten kann. Wenn es so einfach wäre wie mein mit Musiker [4] Gilad Atzmon konstatierte: „Ein Antisemit ist jemand, den die Juden hassen” , [5] könnten wir uns folgende Zeilen allerdings sparen. Hier aber haben wir es mit der modulierten Version eines (VA) zu tun. Man kann also darüber streiten ob das ca. 40 mal und verschieden variierte Aussprechen des Wortes „Antisemit…“ in einem Beitrag von mageren 7 DIN A4 Seiten eine Häufung publizistischer Verflachung darstellt. Oder ob dies notwendig sei, um eine gezielte Spekulation, die im Gewande von Israelkritik als „verkappter Antisemitismus“ auftreten soll, in einer journalistischen Arbeit zu manifestieren. Nur um anschließend das Konstrukt den immer noch vermuteten Hohlköpfen zwischen den Ohren einzuhämmern. 

Denn; – im Anfang war das Wort – und es war bei einem Gott und es wurde auch gleich in ein zweites geteilt. Und auch so benannt. Sekundär. Der Vorläufer des „Verkappten“. Aus Gründen der Schuldabwehr und weiteren Gattungsformen wie der sog. „Schlussstrich-Forderung“, der allbekannten „Täter-Opfer Umkehr“ oder auch dem deftigerem „handfesten“, dem „schweren“, dem „latenten“ (AS-Lat), dem manifesten (AS-Man) oder dem eleganteren „klassischen Antisemitismus“. Auf einer imaginären A-Skala schiebt man mittels Hauptkomponentenanalyse und Varimax-Rotation an Stelle des eindeutig Fragwürdigen den zwiefach hintergründigen Sekundanten des Haupt Mem als noch gefährlicheren Akteur auf das Schlachtfeld der Publizistik. Dort werden dann die ihm angeblich Huldigenden sonderbehandelt, sortiert und kalt gestellt. Im Milieu des öffentlich rechtlichen Narrenhauses, das von Rechtschreibern in den Wisperecken der Macht umhegt wird, führt das Gerede nämlich ein Geist entkoppeltes Dasein. Folgte man aber dem Klang einer Heerschar von Erzählern der Narrative und des Unsinns, gelte es deren Sprachkompositionen und Muzak [6] zu glauben. Sonst, so ihr Mantra, führe der Ablasshandel der Wahrheit von Fiktion trennen solle, zur weiteren Verschuldung der Massen. Jene Bevölkerung genannte Ansammlung, welche ihr müdes Ohr immer noch Handwerkern zuneigt, die ihr Versuchsobjekt aus Chuzpe und Schmonzes in ein neues Produkt des Ver – kappten ummünzen. Kappl und Kippa klingeln zwar mit, wollen aber aus gutem Grund des (VA), nicht genannt sein. Das spricht für die Jarmulke.

„Anti-Semitism … is nothing but the antagonistic attitude produced in the non-Jew by the Jewish group. The Jewish group has thrived on oppression and on the antagonism it has forever met in the world…the root cause is their use of enemies they create in order to keep solidarity…“ [7]

[4] Zu Musikzitat Bergmann/Atzmon, Beitrag des RBB folgt weitere Replik
[5] G. Atzmon:"the wandering who“, A Study of Jewish Identity Politics 
[6] Hintergrundmusik
[7] A. Einstein, quoted Collier's Magazine, 26.11.1938/The Cohen Rebort

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Also tönt das Megaphon über die Köpfe der vermuteten Ansammlung. „Volk“ wurde auf obsolet umgestellt. Dessen Maxime: Zeit sei Geld, hat sich in der zweiten Hälfte des 20 Jhdts. gewandelt in: Blinder Glauben verspricht Erfolg; dabei sein ist Alles. Ins Abseits spielt sich von da an, der gegen die Regeln einer fein justierten, ideologisch subventionierten und politisch korrekten Sprache verstößt, die der Alltag gerade noch stemmen kann. Manche Sätze gehen bei hochgezogenen Augenbrauen eben noch durch. Andere verbieten sich scheinbar von selbst. Die nächste Eskalationsstufe von Weltanschau und Wahrheit wird dem Richter überstellt.

Jüdischer respektive zionistischer Einfluss ist denn auch dort am deutlichsten wahrnehmbar, wo Kritik an ihr, über deren Verteidigungsmethode des Antisemitismus Vorwurf und dessen Steigerungsform der sog. Holocaustleugnung, als Tabuverletzung nicht nur verächtlich gestellt- sondern auch strafrechtlich verfolgt wird. Jene Einfluss, institutionell repräsentiert durch den Zentralrat der Juden, in dessen Windschatten Politiker, manche NGO und weitere Zuarbeiter die Schneisen des Unsäglichen und politisch Korrekten in den Meinungswald fräsen. Unter Maßgabe gesellschaftlicher Ausgrenzung und wirtschaftlicher Zerstörung des Individuums, zentimetergenau abgesteckt durch die Sekundanten der Medien und Meinungsmacher. 

Keine Kritik an anderen Staaten, deren Institutionen, Machenschaften und Machtverhältnisse bis hin zu deren Verantwortlichkeiten in geschichtlichen Ereignissen, wird auch nur ähnlich sanktioniert und mit solchen Kampagnen belegt, wie dies im Umfeld von Zionismus, Judentum, Israel und dessen auf real mythischer Artistik basierenden Geschichtsschreibung [8] der Fall ist. Ob deren Gegenstand der Kritik jeweils fundiert nachgewiesen ist oder nicht. Dies ist ein singulär Vorgang in westlichen Demokratien. Inzwischen wird allerdings schon massenmedial harsch angegangen wer der publizistisch aufgekochten Hysterie um den Klimawandel nicht folgt und im Sinne eines „Widerstand zwecklos“ [9] mit: „Leugnen zwecklos“ in die Defensive und schließlich Aufgabe gedrängt wird. Eine fast schon militärische Vorgehensweise von psychologischer Kriegsführung. 

Hirnwäsche und Wahrnehmungsentkopplung zur „Schaffung eines neuen Menschen“, der seiner Reflexionskraft verlustig, als willens- und orientierungsloses Individuum klammheimlich seine Freiheit der Selbstbestimmung unmerklich und freiwillig aufgibt. Arier und Muskeljude [10] war gestern. Glauben darf diese Spezies noch an gängige und medial fein gesteuerte und überwachte Vorgaben. Zweifeln ist bereits der erste Schritt ins Abseits. Der Einheitsmensch als letztes Ergebnis des – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – plärrenden Mobs. Er ist zum Influencer seiner selbst geworden, gespeist von den medialen Programmen des Tagesgeschäfts und den wohlverformten Geschichten seiner Herkunft. Man darf ruhig eine gewisse Stringenz in lang angelegten Prozessen gesamt gesellschaftlicher Umerziehung annehmen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass Menschen die die israelische- oder amerikanisch zionistische Machtelite und deren Politik kritisieren, von jenen mit dem Kampfbegriff des Antisemiten belegt werden. Oft begleitet von Schuld heischenden Deutschen, welche eine Art kollektive Erbschuld als identitäre Grundausstattung vor sich hin beten. Dass „die Juden“ an allem schuld sein sollen, ist dem einfachen Volksmaul abgeguckt. Entsprechend einer aktuell orchestrierten Manie: Der Mensch sei am Klimawandel schuld, erfolgt jetzt eine Umpolung der Culpa, weg von „den Juden“ hin zu „dem Menschen an sich“. Mithin auch allen Nichtjuden?!? 

[8] s.a. Shlomo Sand’s Forschungen hierzu, Die Erfindung des jüdischen Volkes , Die Erfindung des Landes Israel
[9] Quelle: SPIEGEL online
[10] Die Geburt des Muskeljuden

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Genug des Opern Spuks, deren Leitung die Reihenfolge des Auftritts den Handlangern der Systeme im Voraus zuraunt. Je nach globaler Wetterlage.

Falls es die Abstraktionskraft des sich auf der Demo Bühne versuchenden Antisemiten Jägers zuließe, könnte er einmal den Versuch wagen sich in die Lage mancher Geschundener zu versetzen. Vielleicht dämmerte ihm dann was er beobachtet. Stattdessen geriert er sich aber als ein Agent der Wortpolizei der manche Äußerungen im Sinne einer physischen Ausrottung umspielt und „einen globalen Aktionstag zur Vernichtung Israels“ in den Äther tönt. Praktisch sieht er nämlich im Innenraum seiner Sonnenbebrillten Definition schier den ganzen Erdkreis abgebildet. Von den linken bis zu den rechten Rändern des Urozeans, bis „weit in die Mitte der Gesellschaft hinein“ schaukelt sein holistisches Weltbild in einem Meer der Feindschaft, auf dessen Wellen reitend er nun seinen identitären Kick erfährt. Es scheint „the wandering who“ das Land verlassen zu haben um sich jetzt im feuchten Element seiner allgegenwärtigen Bedrohlichkeit zu vergewissern. 

Die Ruderer im Unterdeck harscher Kritik folgen seinem inneren Rhythmus den er sich selbst auf dem medialen Oberdeck einpeitscht. Dies entspricht ganz jener untergeschobenen und selbst „verkappten“ Inszenierung die wir im weiteren Verlauf dieses Essays als Exposition bestimmter Prämissen kennen lernen werden. Gerade wenn diese Formulierungen von Gegnern des kleinen Staates im Nahen Osten stammen, lassen diese sich im Sinne einer Drohkulisse der physischen Ausrottung verwenden. 

„Vernichtung“ haben schließlich schon ganz Andere geschrien. Bei den Adressaten jener Drohkulisse führt diese aber möglicher Weise zu der Befeuerung eines prätraumatischen Stresssyndroms. Zur Selbstvergewisserung einer Agenda die zur Solidarisierung mit jüdisch-zionistischen Interessen beitragen soll. Wenn es überhaupt eine Definition von Antisemitismus gibt, „ein offen antisemitisches Event“ ist diese Demo jedenfalls nicht. Sie agiert gegen eine Politik und deren Unterstützer die seit Jahrzehnten hundert tausende Menschen in der Westbank und Gaza drangsalieren, Kinder inhaftieren, vertreiben, deren Land rauben und tausende von ihnen töteten. Denen und deren Unterstützer gebührt die Abneigung der Demonstranten, möglicherweise bis hin zum Hass, was allerdings durchaus nachvollziehbar wäre.

Da aber in der Sendung des RBB eine Art später Onkel bisher nicht entschlüsselter Nazi Tarnsprache als „verkappter Antisemitismus“ (VA) rückgeführt wird, liegt es nahe den verschleierten Ahnen doch noch einmal zu untersuchen. Denn die „Verkappung“, lt. wiktionary: Verkleidung, Vermummung, Tarnung, unter einem Deckmantel verborgen…, scheint ein nahtlos weitergeführter Mythos des Obskuren zu sein. Heute aus der Versenkung wieder hervorgeholt, um ihn ins Bewusstsein der Israelkritiker zu heben, wo er in allen Variationen die Brutpflege seiner Erziehungsaufgabe antritt. Ein Langzeitnarkotikum das jenseits der Überprüfbarkeit seiner als offenkundig deklarierten Zusammensetzung, eine umso schläfrigere Bewusstseins Verdämmerung im Konsumenten hervorruft. Mit der Aussprache bestimmter Worte wird die Sedierungs Schwelle in der Regel eingeleitet um die Präparation an einem toten Organ der Geschichte anschließend in aller Ruhe durchführen zu können. Der Vorhang weicht beiseite. Die Oper als OP an der Wirklichkeit des offenen Geheimnisses, ist bereitet. Sehen wir was sich dort zuträgt.


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Themenaufstellung

Die Schöpfungsgeschichte, eine Blamage

Der Narr: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ [11] „Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte.“ [12]

Es tönt aus dem RBB off…:

Zampano: Also Einmal Ist Natürlich Aufgrund Des Holocaust…..“ [13]

                     1        2          3   4              5               6      7 

verkappt schwingt mit:       A E I N A D H 

Das Publikum erstarrt.

Der Ausatem des siebenden Wortes des RBB Demiurgen, ist gleichsam der Introitus aus Dunkelheit, Furchterregung und Leere. Der scheinbare Ruhepunkt und Abschluss des Schöpfungsaktes ist Alpha und Omega unterschwellig menschlicher Verwerfung im folgenden Turmbau zu Babbel. Der sich aus den Anfangsbuchstaben der sieben Worte ergebende schottisch-gälische Spruch AEINADH, der „Klassifikation“ bedeutet, sei hinfort als „systematische Vorgehensweise“ auszulegen. 

Ob biblischer Zufall oder nicht, sei der Deutung koscher zertifizierter Auguren überlassen. In den Sphärenklängen des RBB jedenfalls ist der siebente Tag der Erschaffung der Welt zu jenem Wort geronnen, welches wie eine Fanfare zu einem bisher unbekannten „neuen Testament des Abgründigen“ schmettern soll. Von daher stellt sich die Aufgabe jenes Signal auf seine akustische Qualität hin, des Nachtönen’s mündlicher Überlieferung und der mnémē téchnē, der Kunst des Erinnern’s zu untersuchen. Möglicherweise ist sogar ein „systematisches Vorgehen“ zu entschlüsseln was zur Untersuchung weiterer Interpretation führen kann.

Zitiert nach Norman Finkelsteins Werk „Die Holocaustindustrie“ heißt es: „Holocaustbewußtsein“ ist „eine offizielle, propagandistische Indoktrination, eine Fließbandproduktion von Schlagworten und eine falsche Sicht der Welt, deren wahres Ziel überhaupt nicht ein Verständnis der Vergangenheit ist, sondern eine Manipulation der Gegenwart“ [14]

Jenes siebente Wort scheint nämlich den Werkvertrag zu erodieren, der von Installateuren eines modulierten Sabbat als Er – schöpfungsprozess der neuen Welt – Ordnung in Auftrag gegeben wurde. Als noch Nebel über den Wassern weilte, wurde uns nämlich per Tele – Vision jener Fernsehspielfilm vom Jahre 1979 a.D. verkündet, der als Medium wie auch die darinnen erzählte Geschichte tatsächlich Fiktion sind. In diese hinein geworfen wurde dann der bisherige göttliche Akt, zu Gunsten eines neuen Sabbat der Geschichte, der verdunkelt wurde und zunehmend die Atmosphäre verschattet. Das Wort war fortan in der Welt angereichert mit einem „C“ in der amerikanischen Schreibweise und nicht mit einem griechischen „K“. 

[11] Johannes 1:1, viertes Buch neues Testament
[12] 1. Mose 2:2, erste Buch jüdischer Tanach
[13] erster Satz des RBB Beitrag nach der ATMO Einleitung 
[14] Boas Evron zitiert in: „Die Holocaustindustrie“ v. Norman Finkelstein / aus: Die Kultur der Kritik, Kevin Macdonald

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Sein Ursprung war ein Roman mit gleichem Namen von Gerald Green (Heyne-Verlag, München, 1987, ISBN 3-453-01185-6. Klickt man in Wikipedia (Stand 09.10.2019) auf der Seite Green’s den Namen des Roman (unter „Einzelnachweise“, video vom 24.10.2019) wird man weiter geleitet auf die Seite die diesen in der Realität beschreiben soll. 

Wurde ein Roman, wurde Fiktion zur Folie für Geschichtsschreibung in der Gegenwart?!?

– „Holocaust,” which ran on NBC-TV for nine-and-a-half hours on four nights last April, was the creation of scriptwriter Gerald Green, producers Robert (“Buzz”) Berger and Herbert Brodkin, and director Marvin Chomsky.“ – ..[…] Such a drama must be more than compelling, more than moving, more than involving. It must be truthful. And in this film, the truth is obscured and distorted.“ […] „And indeed, look what happens to them in the film: the masses die “quietly (unauffällig) [sic] […] A source close to the production told me that the first script had no “good goyim” … […] „Television is a powerful medium and a very risky one as well. It provides the opportunity to convey messages to millions and millions of people —to raise consciousness and deepen awareness [sic]“ [15]

s.a. Hollywood and the Holocaust/“Imaginary Witness: Hollywood and the Holocaust

– „Der Tag, an dem die Serie begann, wurde als „Holocaust Sunday“ bezeichnet; verschiedene Aktivitäten wurden in Städten im ganzen Land angesetzt; die National Conference of Christians and Jews verteilte gelbe Sterne, die an diesem Tag getragen werden sollten. Lernhilfen für jüdische Kinder stellten den Holocaust als Ergebnis christlichen Antisemitismus dar. Das an jüdische Kinder verteilte Material verurteilte auch Juden, die keine starke jüdische Identität hatten. Diese massive Werbung war in vielen ihrer Ziele erfolgreich. Dazu gehörte die Einführung von Holocaust-Bildungsprogrammen in vielen Bundesstaaten und Gemeinden, der Beginn des Prozesses, der zum National Holocaust Memorial Museum führte, und eine starke Zunahme der Unterstützung für Israel. „ – [16]

Der Wind in den dieses gemeißelt ist, bläst es in jedes Ohr, von woher derselbe wehet und welcher Marschrichtung der Hörende ab jetzt in der relativen, realen der Geschichtsschreibung einschlagen sollte. Legitimiert durch rechtsstaatliche Justiz und eskortiert durch fragwürdige Begleitdienste müssen die Umherirrenden von da an einfach nur glauben, was sie gerade noch als Spielfilm auf den Bildschirmen flimmern sahen. Sonst wird ihnen das Wasser in der sozialen Wüste des Unsäglichen abgegraben. Das Wissen um die Fiktion des Filmes schützt uns nicht vor der Annahme dass die Realität nicht die Fiktion sei. Es scheint so, als dass man die Fiktion des Filmes als Wirklichkeit glauben soll. Die Fiktion des Filmes ist aber doch die bewusste Abwendung von der Wirklichkeit, das Unwirkliche wandelt als eine Form der Fiktion einer Wahrheit einher. 

Dieses siebente Wort ist das Eröffnungssignal für die große Oper des Schuldkomplexes, in deren Arena sich tatsächlich auch selige Exponate befinden, die sich an der Ästhetik des Unbegreiflichen abarbeiten. Als idée fixe nämlich, als Leitmotiv und sprichwörtlich fixer Idee, geistert das ursprünglich  griechische Wort das einen archaisch rituellen Kultus meint, von nun an durch den Audio Äther und wird von den wenigen übrig gebliebenen Analysten der Vernunft unentwegt mit: „Wie groß ist „groß“„ [17] angerufen.

[15] aus: https://www.lilith.org/articles/tvs-holocaust |TV’s “Holocaust”
[16] Die Kultur der Kritik, Kevin Macdonald  S. 55
[17] P. Sloterdijk in einem anderen Zusammenhang

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Von den Priestern der Moderne aber werden die Fragenden mit Ignoranz und schließlich Gefangennahme bestraft. Dies gleicht einem uralten Modus, der in späteren Zeiten mit den Techniken der Inquisition deutlich verfeinert wurde, bis er als rechtlich statuierter Prozess eingekleidet, in der Neuzeit sein undercover Dasein wieder aufnahm. Um dieses aber nicht ausufern zu lassen wird also jetzt das Verkappte wieder eingeführt. Des Offenkundigen zu viel verdürbe die Stimmung und das „in Schach halten“ könnte in ein „Matt“ umkippen. Denn verkappt, da im Strom des Anonymen nicht erkannt, ist im Prinzip Jeder. Und deswegen potentiell gefährlich, für wen und was auch immer. Wenn also der Verkappte Jedem sein Nachbar ist und ich es schließlich selbst bin, erledigt sich die Arbeit der justiziellen Institute über den automatischen Verschleiss der Dauerverdächtigung, flugs über den Jägerzaun hinweg. Beide Kandidaten des Verborgenen zeigen sich gegenseitig an. Volltreffer. So jedenfalls die Hoffnung der Sozial – Kybernetiker und deren Deklination von Meinungsfreiheit. Inklusive dem Exklusivanspruch, manche Versuchspersonen mit der Begründung eines besonderen Gegenentwurfs (der BRD) zum Abgründigen, davon auszusondern.

Das gesamtgesellschaftliche Spitzeltum eines totalitären Systems zum „guten Zweck“ ist 2015 mit der Aufforderung des damaligen Innenministers de Maiziere ausgerufen worden: 

„Jeder Vater, jede Mutter, jeder Nachbar, Arbeitskollege oder Mitspieler im Fußballverein dürfe vor eventuellen [sic!!] Radikalisierungen nicht die Augen verschließen. Niemand sollte sich schämen, wenn er auf verdächtige Veränderungen von Menschen hinweise. Es ist kein Verrat am eigenen Sohn, an der eigenen Tochter, an der eigenen Familie, am eigenen Kollegen, kein Verrat am Mitschüler, sondern ein Ausdruck von Sorge und ein Zeichen von Liebe und Gemeinschaft, wenn man dafür sorgt, dass solche [sic!!] Radikalisierungsprozesse abgebrochen werden“ [18]

Die kambodschanische Büchse der Pandora ist geöffnet. Alles was irgendwie oder auch von Grund auf verändert scheint ist fortan einer Generalverdächtigung mit Meldeaufforderung auf den moralischen „Killing Fields“ unterworfen. Vielleicht wird deswegen heute das Abstraktum bemüht einen Klimawandel zu bekämpfen, um den Menschen immer weiter von seiner eigentlichen Geschichte, von seinem existentiellen Interesse und natürlichen Neugier weg zu führen. Kehren wir also zu dieser und dem in ihr verborgenen Jetzt zurück!

Variation 1: Allegro Furioso Apocalypto

Erinnert werde ich durch den RBB Radiobeitrag an jene „Tarnsprache“, oder wie der Historiker Prof. Dr. Frey in seinem Vorwort zu den „Standort- und Kommandanturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz“ [19] ausführt: „….der selbstgesetzten Regeln der Camouflage der SS…“ Auf diese schließt er wohl folgendermaßen: Es könne etwas, dass in diesen Dokumenten und Äußerungen Beschuldigter nicht zu finden ist, aber stattgefunden haben muß,  nur einer Geheimsprache unterliegen. Jenem wissenschaftlich weder umfassend belegtem noch juristisch festgeschriebenem Vorgang von systematischer „Verkappung“, mittels der nun der israelkritische Adept in Verdacht gehalten wird seinen angeblichen Juden Hass auszuagieren. Das wandelt die ansonsten spröde Beschuldigungspraxis zum Krimi mit Hoffnung auf gesteigerte Einschaltquoten. Schlapphut Storys waren immer schon eine Methode zur versuchten Hebung abgeschlaffter Gestaltungshöhe. 

[18] Quelle: Reuters
[19] Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz: Standort- und Kommandanturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz 1940-1945“, hrsg. im Auftr. des Instituts für Zeitgeschichte von Norbert Frei / ISBN: 3-598-24030-9 / K.G. Saur München 2000

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Der bisherige Versuch einer Enttarnung von Geheimsprachlichen läßt allerdings zu wünschen übrig. Bereits Carlo Mattogno [20] entlarvte die Methode des „Deckmantel Syndroms“ als aussichtsloses Unterfangen jener Geschichtsschreibung, die das feine Gift des Nebulösen als Argumentum benutzt, um Ungeklärtes aus dem Bereich des Unerklärlichen in die faktische Tatsache einer Zahlenrealität hinein zu teleportieren. 

Es sollte in der fachwissenschaftlichen Welt allerdings bekannt sein, dass jener Carlo Mattogno bereits lange vor dem Jahre 2000, dem Erscheinungsjahr der von Prof. Frei herausgegebenen Kommandanturbefehle, Schriften und Bücher veröffentlichte [21] , in denen er die gängige Version des Holocaust als Fälschung in Frage stellt. Neudeutsch; relativiert bzw. leugnet. 

Warum Mattogno, der die Behauptung der Existenz einer Tarnsprache bereits 1991 entlarvt *, ausgerechnet von Prof. Frei als Quelle seiner Forschungen angegeben wird, bleibt genau so schleierhaft wie dessen (Frei’s) nicht verifizierte These einer „selbstgesetzten Regel der Camouflage der SS“. Hierzu ein Zitat von Carlo Mattogno von 1991, jenem Revisionisten und als Holocaust Leugner tituliertem Menschen, den Prof. Frei auf Seite vii / Anmerkung 57 in seiner Einleitung mit: „…vgl. neuerdings, Mattogno, Zentralbauleitung…“ angibt:

* Zitat Mattogno:  “Die Nürnberger Inquisitoren schufen jene absurde Deutungsmethode, die es ermöglicht, in jedes beliebige Dokument etwas hinein zu interpretieren, das dort nicht steht. Ausgangslage dieser Deutungsmethode ist das – unbegründete und willkürliche – Axiom, dass die NS-Behörden sogar in den geheimsten Dokumenten eine Art Tarnsprache benutzt hätten, deren Schlüssel die Nürnberger Inquisitoren natürlich entdeckt zu haben behaupteten. So erfolgte die systematische Fehldeutung von an und für sich unverfänglichen Urkunden im Sinne der Ausrottungsthese.” [22] Zitat Ende

Wird also eine vermutete und unbewiesene Tarnsprache in vergangenem Geschehen heute wieder projiziert und prämissiert auf jene, die im Dunstfeld „Jude und Israel (kritik)“ sich anders äußern wie dies politische Korrektheit Instanzen und Sprachüberwacher in diesem und anderen Ländern vorschreiben, nahelegen, oder gerne nachgeplappert hätten?!? Um dies anschließend, bezogen auf den sprachlichen Umgang im Rahmen von Meinungs Äußerungen zu Ereignissen in einer bestimmten Region im nahen Osten, als hate-speech zu inkriminieren, mindestens aber gesellschaftlich zu ächten und zu brandmarken?!? Anstelle von fehlender und tatsächlich kaum nachprüfbarer Abneigung in welcher Weise, gegenüber wem und was auch immer, werden in Folge dessen staatliche Institutionen (wie der Antisemitismus Beauftragte der Regierung) oder sogenannte NGO’s (Recherche und Informationsstelle Antisemitismus) ins Leben gerufen, die als Weltanschauungsbeauftragte die „Turnübungen“ der Kandidaten für freie Meinungsäußerung ihrem Ranking unterwerfen. Hate – speech wird diagnostiziert, als eine Art Krankheit katalogisiert, von den Zensoren der Inquisition „heran gezüchtet“ und von Geheimdiensten mit eingestreut. Nur, um über die Durchforstung der Sprachmilieus einen Popanz an die Wand zu projizieren, der in seiner vorgeblichen oder gefühlten Größe und Gefährlichkeit so gar nicht existieren mag. 

[20] Carlo Mattogno, wikipedia
[21] Bibliographie Carlo Mattogno 1985-2000
[22] Quelle: Carlo Mattogno, La soluzione finale, Edizioni di Ar, Padova 1991, S. 64f. / ebenso erwähnt in: „Schiffbruch, vom Untergang der Holocaust-Orthodoxie“, S. 12 Castle Hill Publishers 2011, 2. Auflage Mai 2018, von Carlo Mattogno 

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Daraus mag dann ein süffisantes Gebräu im Zirkus deutsch-jüdischer VA Manie aus dem Keller der Geschichte hervor gären, dessen Bekämpfung zur vordringlichen gesellschaftlichen Aufgabe gekürt wird. Dort wo öffentliche Gelder für soziale Aktivitäten und Kultur-Programme des „nie wieder“ ausgelobt werden, bezieht jeder Gutmensch gegen jeden anderen Menschen gerne seinen Horchposten. Vorausschauend gedacht.… Ein Saft, der im Sinne von unterdrückten Wahrheiten und Gleichschaltung und deren Enthüllung zur Sucht führen- und wirklich gefährlich giftig werden kann. 

„Fighting anti-Semitism seems to be for some Jews more important than any other expression of Jewishness … The danger appears when one becomes dependent upon them for one’s identity, so that one begins to need anti-Semitism. [23]

Wird spiegelbildlich gesprochen die so genannte „Tarnsprache der Nazis“ heute weiter gestrickt zu einer verkappten Sprache der Israelkritik, die man als antisemitisch gestempelten Kritikern unterschieben und andichten will, um deren Monitoring zu bewerkstelligen?!? Wird die „Verkappung“, wieder eingeführt, bzw. nahtlos weitergeführt um den Mythos der Tarnsprachler „im Sinne der Ausrottungsthese“ (Mattogno) weiter zu perpetuieren ?!? 

Was nicht offenkundig daher kommt muß einer Geheimsprache unterliegen. Oder umgekehrt. Es kann nur kryptische Kommunikation (gewesen) sein wenn als offenkundig Behauptetes nicht zu finden ist. Es muß etwas Außergewöhnliches, etwas Besonderes sein, welches sich der Definition, ja der Kommunikation entzieht und sich von daher in der Sphäre des Glaubens, also quasi-religiös, einzurichten beginnt. Ackern wir also weiter auf den Feldern des Besonderen, der Ausnahme, dem Singulären, Unglaublichen, nicht Fassbarem, des sich Entziehendem.

Zitat: „Angesichts des sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens, […] und der als Gegenentwurf hierzu verstandenen Entstehung der Bundesrepublik Deutschland ist Art. 5 Abs. 1 und 2 GG für Bestimmungen, die der propagandistischen Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Grenzen setzen, eine Ausnahme vom Verbot des Sonderrechts für meinungsbezogene Gesetze immanent.“ – Zitat Ende – [24]

In der Definition höchstrichterlicher Rechtsprechung das Sondern mittels immanentem Sonderrecht, was von daher an das Wort „Sonderbehandlung“ aus anderer Zeit erinnert. Das „Besondere“ hier ist: Das „…sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrecht und des Schreckens“. Quasi per richterlicher Definition des: „sich allgemeinen Kategorien ENTZIEHENDEN, wird kritische Erforschung in einen quasi religiösen Bereich des Glaubens überführt wo es als Prämisse, als vorausgesetztes Faktum sprichwörtlich unangreifbar scheint und schließlich zum DOGMA mutiert. Was ist mit „allgemeinen Kategorien“ und was ist mit dem sich diesem entziehenden Unrecht und Schrecken gemeint? Es wird nicht benannt, festgestellt, ausgeführt oder auf Forschungen hierzu verwiesen. Sind diese unbeschreiblich, unerforschbar oder unerforscht oder so unglaublich dass sich diese der Beschreibung und Erforschung entziehen?!? Unrecht und Schrecken entzieht sich lt. dieser Formulierung allgemeinen Kategorien. Wie können sich Unrecht und Schrecken quasi wie von selbst Kategorien entziehen die allgemein genannt werden? Welches Unrecht, welche Schrecken, welche allgemeine Kategorien?

[23]  Stanislaw Krajewski, Polish Jew, in The Cohen Report
[24] Quelle: Beschluss des Ersten Senats vom 4. November 2009  -1 BvR 2150/08 -

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Der Widerspruch

Wie kann es einerseits sein, dass damalige Ereignisse als das bestens erforschte und dokumentierte Zeitgeschehen gelten, aber andererseits nach obiger Rechtsprechung das was passiert sein soll, sich „allgemeinen Kategorien entziehen“. Entweder ein juristischer Gegenstand ist offen und wissenschaftlich nachprüfbar und verifiziert, oder er „entzieht“ sich diesem Prozess wegen unspezifischer „allgemeinen Kategorien“. Könnten diese sich allgemeinen Kategorien entziehenden Vorgänge nicht genauestens erforscht, beschrieben und dokumentiert werden, um diesen den Sonderstatus des sich Entziehenden zu entledigen und somit für Alle Zweifler nachvollziehbar auf den Boden der Tatsachen zu bringen?!? 

Eine juristische Definition die sich einer Festlegung mit dem „Argument“: „…sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens…“,  entzieht, kann schwer für die Prämisse einer Offenkundigkeit herhalten.

Zu jener Kategorie des Unbestimmten, dürften auch folgende Aussagen von Richtern zählen.

Zitat: In ihrer Urteilsbegründung führte sie (eine Richterin) aus, dass der Holocaust nicht geleugnet werden könne. Sie zog den etwas geschmacklosen Vergleich (wofür sie sich entschuldigte) zum internationalen Fischfang: auch dieser könne nicht geleugnet werden, selbst wenn man keine genauen Angaben über die Anzahl der gefangenen Fische oder die Orte, an denen sie gefangen wurden, machen könne. – [25] Zitat Ende

Diese Modulation sei durch weitere Sprüche von Richtern bestätigt.

Zitat Richter Meinerzhagen: – „… daß es völlig unerheblich sei, ob der Holocaust stattgefunden habe oder nicht. Seine Leugnung stehe in Deutschland unter Strafe. Und nur das zähle vor Gericht“ –  [26] Zitat Ende 

Im Urteil des sog. Frankfurter Auschwitz-Prozesses (LG Frankfurt/Main – 4 Ks 2/63) heißt es:

ZITAT: »…dem Gericht fehlten fast alle in einem normalen Mordprozeß zur Verfügung stehenden Erkenntnismöglichkeiten, um sich ein getreues Bild des tatsächlichen Geschehens im Zeitpunkt des Mordes zu verschaffen. Es fehlten die Leichen der Opfer, Obduktionsprotokolle, Gutachten von Sachverständigen über die Ursache des Todes und die Todesstunde, es fehlten Spuren der Täter, Mordwaffen usw. eine Überprüfung der Zeugenaussagen war nur in seltenen Fällen möglich.” (Blatt 595 a-54, S. 434) „…Das Gericht war somit bei der Aufklärung der von den Angeklagten begangenen Verbrechen fast ausschließlich auf Zeugenaussagen angewiesen. …Hinzu kommt, daß kaum Zeugen vorhanden waren, die als neutrale Beobachter die Vorfälle im KZ Auschwitz miterlebt haben.« (Blatt 595 a-52, S. 432)  ZITAT ENDE 

Der Gegenstand juristischer Beschreibung  des Unbeschreiblichen  

bleibt selbst weitgehend verborgen und okkult!

Ist damit einer besonderen Art von Willkür Tür und Tor geöffnet?

[25] Blog einer Prozessbeobachterin
[26] Tageszeitung TAZ vom 9.2.2007

Seite 11

Wie kann dies in einem Rechtsstaat möglich sein? Als Offenkundig gilt ab jetzt auch, wo bei der Israel kritischen Organisation BDS der Bundestagsstempel sitzt: BDS = Antisemitisch. Offenkundig da vom Bundestag, also vom Volk beschlossen?!? Jeder „weiß“ ES jetzt. Dass im Rahmen von BDS wohl zehntausende oder mehr Menschen in den verschiedensten Ländern mit den verschiedensten Ansichten, Begründungen und Erkenntnissen aktiv sein mögen, spielt keine Rolle. Ebenso wenig dass die Zahl deren Sympathisanten leicht in die Millionen gehen mag. Alle gelten so gesehen als offenkundig antisemitisch oder VA klassifiziert. Kein einziger von diesen Menschen dürfte auch nur annähernd auf sein angeblich antisemitisches Weltbild hin gefragt worden sein. Diese stehen ab jetzt wohl auch unter dem Generalverdacht der Hetze, da Antisemiten dies angeblich „gerne“ tun. 

Der nächste Schritt zur „Volksverhetzung„ und deren Inkriminierung per per Gesetz war unausweichlich. Wo führt diese verallgemeinernde Anschuldigungspraxis mittels Obskurantismus die im Einzelfall durch nichts belegt ist hin? Entsteht nicht eine „normative Befangenheit“, wie es ein Strafverteidiger im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen einen „Leugner“ in einer Presserklärung formulierte?

Menschen die genau dies beklagen und die Gefährlichkeit eines solchen Vorgehens weltweit anprangern werden verfolgt und weg gesperrt. Ihnen wird nach Verurteilung z.B. folgendes mitgeteilt: [27]

– Jeder könne ja glauben, was er wolle. Dies sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt, solange man sich nicht strafbar machte. [28]

Wenn „glauben“, ein zunächst intimer Akt des Inneren und nicht Veräußerlichten, durch Meinungsfreiheit gedeckt sein soll, dann muss Meinungsfreiheit, der ja gerade der Äußerungsakt inhärent ist, anders definiert werden. Was der Richter nicht ausführte ist die seiner Sicht nach eigenen Logik, welche Meinungsfreiheit, das Äußern einer (bestimmten) Meinung unter Androhung von Strafe stellt. Glauben ist keine Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit kann „glauben“ beinhalten. Meinungsfreiheit macht als solche nur Sinn wenn sie als Akt des Äußern’s agiert. Sonst hieße diese Glaubensfreiheit. Der Richter hätte also sagen müssen: Jeder könne ja glauben was er wolle, dies sei durch Glaubensfreiheit gedeckt. Entscheidend für eine Demokratie: Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gehört zu den wichtigsten Gütern eines freien und demokratischen Staates und 

„…gewähre ein subjektives öffentliches Recht darauf, durch geistiges Handeln die öffentliche Meinung mitzubestimmen und an der „Gestaltung des Volkes zum Staat“ mitzuwirken…“. [29]

Dieses geht aber nicht durch Schweigen im Glauben verharrend, sondern nur über ein öffentliches Äußern. Ohne Meinungsfreiheit die ein Akt des Äußern’s ist, ist es nicht möglich, an der Demokratie mitzuwirken. Ansonsten kommt keine Mit – Wirkung zustande. Meinung für sich behalten bleibt wirkungslos. Alle Kulturleistung beruht in der ein oder anderen Weise auf Äußerungshandlungen. Zudem nähert sich die Bemerkung des Richters einer religiösen Sphäre. Denn warum spielt das Wort „glauben“ in dem Zusammenhang bester wissenschaftlicher Erforschung überhaupt eine Rolle? 

[27] wie im Prozess gegen Alfred Schaefer Herbst 2018/München
[28] Anmerkung des Richters, eigenes Schrift- und Gedächtnisprotokoll öffentlicher Prozess, A. Schaefer, München 2018
[29] BVerfGE 7,198 ff. Abs. 15

Seite 12

Wie soll, wie in obigen Richterspruch ausgeführt, aus unklarer, dunkler, sich entziehender nicht offen gelegter, (oder falscher Geschichtsschreibung) ein Gegenentwurf entstehen, der nicht selbst wieder Produkt von etwas okkultem und Verborgenem wäre?!? Daraus ergibt sich, da nicht anders erklärt, zwangsläufig die Nähe zum Getarnten, Geheimen, Camouflierten, Verkappten.…Verschleiernde Sprache schafft sprichwörtlich den Vorwurf des Verdeckten, Angeblichen, Vermutetem und Gemeintem, weil sie selbst es ist, die diese Sprache benutzt und mit ihr, diese als Axiom setzend, entsprechend agiert.

Die Rechtsanwältin Sylvia Stolz wurde zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt und befindet sich in Haft für etwas das sie nicht gesagt hat. Der Richterspruch geht von Vermutung aus. [30] Die neueste Variante dieses „Spiels“ (s.a. Spruch des BVG zu Ursula Haverbeck) ist die Unterstellung: „…die Beschuldigte wüßte doch genau worum es ginge, was Sache war. Wo diejenige aber gerade mit Quellenunterlegung (die vom Gericht nicht zur Kenntnis genommen werden) bekundete, dass dem nicht so sei und stattdessen Fragen stellte und da keine Antwort erfolgte den Schluß aus reiflichem Studium auch aussprach. Verurteilung und Inhaftierung erfolgte trotzdem. 

Das „Offenkundige“, welches sich einer Erörterung per Definitionem entzieht, wird im Wesen des Individuums als immanent gesetzt. Ein Vorgang induzierten Wahns? Suggestiv projektive Rechtsprechung fußend auf einer ebensolchen Geschichtsschreibung?!?

Hier wedelt der Schwanz aber mit dem MOPS..… 

Der Mimikry Of Premise Suggestivness Of Systems. MOPSOS, kurz MOPS genannt:

Also mit Hilfe eines pawlow’schen Reflexes der in seiner Anpassungsfähigkeit und Selbst Verwandlungskunst (Mimikry) Voraussetzungen Oder vorgebliche Tatsachen und Inhalte schafft (Prämissen) diese dann (z.B mittels Geschichtsschreibung, Kultur- und Sozialkritik) suggeriert und unterstellt (Suggestivness) Oder nahe legt, um innerhalb eines (Macht) Systems und Teil desselben (of Systems) seine Brötchen zu verdienen und den Behandelten damit in Schach hält.

Gerichtsurteile mit Begründungen obiger Art sind das exakte Spiegelbild eines „idealen“ Antisemiten und eine Entsprechung dessen Weltschau. Der zu Recht oder zu Unrecht hinter den Mächten verborgen, geheim und nicht offenkundig agierende Juden und zionistische Mächte annimmt. Die Folge von diesem Parcours des nicht Offenkundigen: Man „sieht“ Hetzjagden wo keine sind. „Sieht“ moderne Hochhäuser zusammenstürzen, die nicht von Bomben oder einem Flieger getroffen wurden. „Sieht“ behauptete Opfer eines Terroranschlags die auf erstem Film nicht zu sehen sind. 

Menschen werden somit zu Klonen des 7. Wortes eines neu definierten „Wort Gottes“. Dem „Urereignis der Offenkundigkeit“, an dem die Arbeit der Priester ruht, damit das Gebet der Völker den Ertrag am Glauben sichert. In dieser Art der Wahrnehmungspraxis sind jene weitgehend identisch und doch irgendwie verschieden. Klone derselben Einheits – Religion. Derart zeigt sich die Vielfalt in einer anbrechenden Zeit der Verkappung von Wahrheiten zugunsten eines weltumspannenden Exports einer neuen Bekenntnistradition. Indem manche Macht „ihre“ Religion als brutales Steuerungselement benutzt, verspricht sie dem Ungläubigen nichts Gutes. Dem Sprach-Duktus des Wissenschaftlers Prof. Jensen folgend, entpuppen sich Wörter als Schlüsselmatrix zum Selbst Monitoring mittels bestimmter Verhaltens Kodexe des Hintergründigen. Steuerungsmodul: Angst!

 

[30] Grundgesetzbeschwerde zu Schweizer Vortrag

Seite 13

Dass Juden unter sich kein Problem hätten sich gegenseitig als antisemitisch zu bezeichnen, sei dem zusammengeschusterten allgemeinen „Geschäftsmodell des Geredes“ geschuldet, welches im Übrigen nicht nur Juden nutzen.

„…We, as Jewish people, have used anti-semitism to support our own ethnocentrism and maintain group cohesion….“ (Aaron Cohen) [31]

Menschen die auf solche Zusammenhänge hinweisen, werden als Häretiker, Ketzer und „anders Gläubige“ von juristischen Institutionen und staatlichen Organen verfolgt, bestraft und ins Gefängnis gesteckt. Noch scheint der Glaube so „gesichert“, dass Viele der Bestrafung von Zweiflern zustimmen. Doch wie in früheren Zeiten werden Zweifler und vom Glauben Abgefallene sich zunehmend zu Wort melden und auf die Suche begeben, gerade weil das Verbotene und das Schicksal der Verfolgten sie zum Hinterfragen geradezu zwingt. Ein natürlicher Prozess.

Bis dahin definiert Macht die Abtrünnigen als jene Verschwörungstheoretiker die es in verschiedenen Eskalationsstufen politisch-gesellschaftlicher Auseinandersetzung entsprechend zu diskreditieren und zu behandeln gilt. 

Es ist die Natur, vor allem die Natur des Geistes die über all diese von Menschen gemachten Phänomene darüber hinweg fegen wird. Könnte es also sein dass dieser Schattenglauben der BRD Höhlenbewohner und sein Spiegelentwurf des „Verkappten“, eines Tages ans Tageslicht tritt?!? 

Die staatliche Geschichts-Observanz realisierte zwar im Laufe der Jahre dass der künstlich geschaffene und gut gepflegte deutsche Schuldkomplex „bis in die Gene“ hinein funktioniert. Dort vor allem die Abwehrreaktion gegenüber dem was mit „Rechts“ bezeichnet wird. Die Nennung des Wortes reicht und „Alle stehen stramm“. Es scheint nicht um Framing oder Abstempeln sondern alleine um ein wacher werdendes Bewusstsein zu gehen, dass sich Menschen in Deutschland als Kollektiv womöglich unter einer Art geschichtlicher Glasglocke gehalten sehen, die es ihnen nicht erlaubt selbst zu denken, geschweige denn zu forschen, Fragen zu stellen und auch Antworten zu geben die anders ausfallen als staatliche Geschichtsschreibung dies in beständiger Repetition volkspädagogisch nahelegt. Äußerung würde sonst mit Strafe verfolgt. Jedoch bemerken immer mehr Menschen dass die Bezichtigung als Antisemit zu gelten, oder des VA verdächtigt zu werden, zu einem kybernetischen Werkzeug der Machtausübung geworden ist. Also reitet Macht noch verstärkter und immer wieder auf jener Prämisse „Rechts“ herum, die als psychosoziales Mem uns Allen mehr oder weniger wirkmächtig eingeimpft scheint. Da „ES“ in bestimmten Bereichen inzwischen also weniger frontal und offen geschehe, die Judenfeindschaft nämlich zu äußern, käme diese jetzt im pseudowissenschaftlichen Gewand des sog. (im übrigen friedlichen) Revisionismus daher, welcher ebenso als ein Kandidat des „Verkappten“ gilt. Denn diese gelten ja gerade als „die“ gefährlichen Antisemiten per se. Die Geschichts-Hinterfrager und „Andere-Antworten-Geber“. Nicht unbedingt jene, die Israel wegen seiner harschen Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren. Diese aber zunehmend auch. Als „Verkappte“.

Eine juristische Bestimmtheit von Geheimsprache, Vermutetem und anders Gemeintem, als auch die des 7. Wortes der Erschöpfung im RBB Beitrag existiert bisher jedenfalls offiziell nicht. Die Feststellung was diese denn sein sollen und wie sie funktionierten wäre aber im Rechtsstaat zwingende Voraussetzung, um im Falle ihrer Leugnung die Bestrafung des Renitenten zu rechtfertigen. Nulla poena sine lege. Keine Strafe ohne Gesetz! 

[31] The Cohen Report

Seite 14

Mit der einsilbigen Begründung „Offenkundigkeit“ bleibt der Leugnungs-Gegenstand aber okkult, entzieht sich dauerhaft schon jeder Erörterung. Dass sich ein moderner Staat mittels solch obskurer Definition, auf die er sich nachgerade in seiner identitären Selbststiftung beruft, gründet und aufbaut, ist vernunftmäßig nicht nachvollziehbar.

Der Enigma Code ist lange schon geknackt. Wußten die Deutschen, dass die Briten wußten, dass es nichts Geheimes (bestimmte Lager betreffend) zu wissen gab?!? Möglicherweise deswegen die frappierend offene Sprache von jenen Dokumenten aus denen wenig aber Entlarvendes zitiert wurde. Sollte es mit heutigen wissenschaftlichen und forensischen Mitteln nicht ein Leichtes sein die Verkappung“ die von Historikern dort drinnen behauptet wird und den folgenden VA der im Rahmen von Israelkritik auftreten soll, zu lichten?!? Bis jetzt bleibt sehr Vieles im Halbdunkel und in einem projektivem Denken im Sprachdunst eines „Gerede, Nachredens und Verfallen seins“, (Heidegger). Jener Gerüchteküche und Kettenbriefdynamik, deren publizistisch aufbereitetem Teufelskreis scheinbar kaum zu entkommen ist. Jener Circulus vitiosus dessen Anwender schließlich als Mem – Agenten eine soziokulturelle und publizistische Sphäre schwängern, die dann eine Vorlage für das Rechtswesen bildet, von wo aus die message dann weiter „vererbt“ wird. Der MOPS merkt aber sofort, wenn er für manipulatorische Zweckseilschaften seines Herrchens in die Offenkundigkeit geschickt wird. In den G-Kammern, den Gedächtnis Kammern der Geschichte sind jene Knochen die man ihm versprach nicht zu finden. 

Stattdessen wünschen viele arabische Wüstensöhne ihre Feinde in etwas zu verbringen, was einer Fata Morgana sehr nahe kommt. Wer aber nur lange darüber redet erlebt die Fata Morgana als real. Denn das ist sie ja auch. Die Wirklichkeit des Trugbildes, der fiktive Film, mit der fiktiven Geschichte. Da knurrt der MOPS als natürliche Reaktion gegen Fehlinformation. Ansonsten ist er aber ein gemütlicher und friedfertiger Kerl, der einem bei allen möglichen Enträtselung und Suchdiensten hilfreich zur Seite steht. 

Der Schatten der aber an der öffentlichen Wahrnehmungs-Wand implementiert wird ist jene Chimäre der man als Gesinnungsjäger auflauert. Eine wahrhaft undankbare Berufung, ähnlich dem von agent provocateurs die dem vermutlich „verkappten Verplappern“, etwas Lunte ans Eingemachte legen. Das Menetekel im Mem „antisemi…“, wenn es nur oft genug genannt wird, pflanzt sich von da an wie von selbst fort in den Gehirnen jener, die an diesem unsäglichen Schauspiel als Rezipienten in irgendeiner Form teilnehmen. Mantrisches Wiederholen durch Radio – Logen führt schließlich zu einer Introjektion von Gehörtem, was in keiner Weise selbst erfahren wurde oder überprüft werden kann. Es setzt sich fest und wirkt durch den so manifestierten Menschen wie ein perpetuum mobile, dessen Antrieb er selbst ist.. So meint in dem RBB Beitrag Prof. Moshe Zuckermann, es „zuckten die Deutschen“ wenn sie wegen Israelkritik mit dem A. Wort apostrophiert würden. Sein Buchtitel prognostiziert denn auch den „allgegenwärtige(n) Antisemit“. Ein den Deutschen von heute untergejubelten und ungeliebten Dauergast, der seinen Pendant den „ewigen Juden“ zum fröhlichen Zusammenzucken im Institut für Wahnwissenschaft einlädt. Dieser schlurft nämlich noch immer als Diabolos und Faktenverdreher durch die Gänge des bundesdeutschen Klinikums, zur Erklärung von rätselhafter Krankheiten aller Zeiten.  Zuckermanns These der Übertreibung des Allgegenwärtigen, welcher gar vom Staate Israel selbst provoziert werde, bestätigt sozusagen dessen (des Antisemiten) scheinbar normale Gegenwärtigkeit und überlässt die gesteigerte Form dem VA, einer tiefer gelegten Schwingung des Infraschalls. Der kann, ähnlich der Kommunikation unter Elefanten, nur durch Darmperistaltik erzeugt werden. Wobei wir wieder bei dem unhörbar Gehörten, dem Vertrackten, Verdeckten und Gemeintem sind. Der ewige jüdische Antisemit ist ebenso ein Produkt heißer Luft wie sein germanischer Pedant. 


Seite 15

Tatsächlich entspricht nämlich dem vermeintlich oder tatsächlich VA der einen Seite, der tatsächlich oder vermeintlich im Verdeckten agierende „Semit“ der anderen Seite. Irgendwie scheinen die Beiden zusammen zu gehören. Möglicherweise sind sie wie Makrophagen und wetteifern um bessere Werte in der Phagozytose vom gleichen Stamm. Dem Mensch. 

Eine Art Team – play zwischen Originalität und Mimikry. Das Zucken ist auf jeden Fall jene Regung ersten Grades die, als auftauchendes Bewusstsein diagnostiziert, in die Ambulanz der „Ressentiment Psycho – Logen“ zu überstellen sei.

„Anti-Semitism as a psychological phenomen will allways be with us so long as Jews and non Jews are thrown together. But where is the harm? It may be thanks to anti-Semitism that we are able to preserve our existence as a race; that at any rate is my beliefe.“ [32]

Es scheint um dieses Zusammenzucken zu gehen. Dem nicht näher bestimmten aber in der öffentlich gestalteten Wahrnehmung doch mittels Begriffen regelmäßig in homöopathischen und gesteigerten Dosen Gestreuten, des immer gleichen Mem-Kreies. Zum Zwecke des Parierens einer Kollektivseele. Die Krankheit: Prämisse Holocaust. Der PH Wert ist immer gefährlich sauer. 

Im RBB Beitrag darf vermutet werden, dass es gar nicht um VA geht, sondern eher um das beständige mediale Kreisen lassen des Begriffes, in dem Sinne wie Prof. Zuckermann ausführt: 

„Und wenn Israelis dann sagen: Ihr seid Antisemiten, dann zucken natürlich die Deutschen zusammen“. (das würde dann betr. dieser Sendung bedeuten: ca. 40 mal zucken)

Der Mann der lt. RBB Beitrag in seinem Buch schreibt: 

„….dass die Debatte um den Judenhass künstlich aufgebläht werde – und zwar durch Israel selbst.“

Man könnte also meinen eine antisemitische Aussage eines Juden? Opfer-Täter Umkehr?!? Er hat in der Eile vergessen zu erwähnen, dass eine bestimmte Spezies von Deutschen dem Staat im Nahen Osten gerne sekundiert. Dabei schreibt selbst die Bundeszentrale für politische Bildung: 

„Eine einheitliche, allgemeinverbindliche Definition von Antisemitismus existiert nicht.“

Damit ist dieser Begriff ideal in seiner Beliebigkeit. 

Es folgt eine Auslegung als „antimoderne Weltanschauung“ mit einer Reihe von komplexeren Beschreibungen. Dann schließlich die Tarnkappen Exploration: 

„Da diese „Machenschaften“ der Juden nach Meinung des Antisemiten verdeckt geschehen, gehört der Gestus des Entlarvens zum Kern antisemitischer Kommunikation, die sich dabei selbst häufig in die Form von Codes, Chiffren, Anspielungen, Mutmaßungen und Gerüchten kleidet (eine bekannte Definition des Antisemitismus nennt ihn das „Gerücht über die Juden“), um nicht mit der angeblichen jüdischen Macht zu kollidieren, zumal die Antisemiten sich immer in der Defensive wähnen und ihren Antisemitismus als einen berechtigten Abwehrkampf verstehen“.

Es ist als ob in der Höhle des Platon die Göttin Fama selbst ein beständiges Wispern und Zischen in die Dunkelheit raunt. Wer habe denn jetzt Recht in der Anwendung seiner je eigenen Mimikry: Das Licht ohne das es keinen Schatten gäbe, oder der Schatten der ohne Licht nicht leben könne. Oder sagte noch jemand: Ohne Schatten kein Licht?!?

[32] A. Einstein 1920/ in:  Einstein „B“ to „Z“ / John Stachel, Verlag Birkäuser, Boston, Basel, Berlin

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Dass man in solch exponierter Lage sich irgendwann „wieder die Wand“ stellt, reimt sich von daher auf: „Wieder den Verstand“. Auch Paranoia genannt.

Man brauchte „den Judenhass“ doch gar nicht, da es „technisch“ gesehen unmöglich ist „Alle Juden“ hassen zu wollen. Noch brauchte man eine verkappte Version davon. 

Wie oben bereits gesagt: In dieser Schrift geht es nicht gegen Menschen! Hier geht es um politische und mediale Methodik.

Es genügte doch z.B ein 1/8 Antisemit zu sein, der bestimmten israelischen Politikern und deren staatstragenden Schicht und weltweiten Unterstützer wegen der schlechten Behandlung der Palästinenser, nichts Gutes wünscht. Nur…..Dann hätten wir ein Problem. Das Analogon zum 1/8 Juden des NS Zeit. Also muß es heute entweder ein klassischer Antisemit oder ein (VA) sein, inkl. weiterer Differenzierungs-Diagnosen zur Emotionalisierung der Öffentlichkeit. Ein als Geschäftsmodell in aller Munde geführtes Produkt muß am Laufen gehalten werden. Hundertprozentig. Ein Achtel geht nicht. Eine weitere Variante des veralteten Megaphon-Plauderers der Demo, der seinen Schäfchen ins Ohr bläst was sie jeweils skandieren dürfen, wäre die Entwicklung eines Handbuch erlaubter Israelkritik und entsprechende „Act-app“. Pädagogisch prolongierend wäre auch ein für Kindergärten aufbereitetes VA-Set für spätere Zeiten, subkutan gleich mit implementiert.

„Wehret den Anfängen“ ist das Motto der Unterrichtung, welches gleich zu Beginn zur Erschöpfung des Themas und Habt-Acht-Stellung trommelnd voll verausgabt wird. Bar einer echten Würdigung von Toten und deren tatsächlich erlittenen tragischen Schicksals. Durch Verfolgung, Deportation und kriegsbedingte Internierung veranlaßte Tragödien und Todesopfer in schwer festzuschreibender Größe, verantwortet durch eine staatliche Macht- und Weltanschauungspolitik.

Stattdessen überhebt sich ein Kaplan an der großspurigen Sentenz jener absolutistisch religiösen Diktion, die mittels einer okkulten Evidenzlerei ein monströses Narrativ zum Werkzeug ihrer Macht erkor. Tragischer Weise verdankt diesem das heutige Israel seine Existenz. Jenes Narrativ allerdings das per UNO Beschluss die Staatsgründung des kleinen Landes vermutlich erst ermöglichte, ist bis heute in vielen nicht nur arabischen Ländern umstritten, so wie der Staat Israel selbst. Das ist das eigentliche Problem von tatsächlichem Antisemitismus. 

Nämlich die in eine Art Mythos entrückte fabrikmäßige Vernichtung fast eines halben, in mundo zerstreuten Volkes durch ein Anderes. Dieser Diktion wird dort nicht geglaubt und könnte dereinst zu einem heilsgeschichtlichen Boomerang ? werden. Gerade wegen der Monstrosität der Faktizität des Narrativs selbst.

Auffallend ist dabei, dass sich dafür eine Art von Label durchgesetzt hat, daß sich aus dem Griechischen ableitet. In der jüdischen und israelischen Welt spricht man in der Regel von Shoa (Unheil, Unglück, Verderben) [33]. So heißt den auch das Museum in Israel nicht Holocaustmuseum, sondern einfach: 

[33] zur Wortbedeutung von Shoa s.a. https://de.wiktionary.org/wiki/Schoah

Seite 17

Yad Vashem, was an eine biblische Anlehung, in etwa mit „Denkmal und Name“ interpretiert werden kann. [34] Die Begrifflichkeit „Holokaust“ (hier mit „k“ wie kappa geschrieben) bezeichnet aber das Brandopfer eines vollkommenen Gegenstandes oder Lebewesens als kultische Opfer-Handlung. Das wirft theologisch schon die Frage auf, weshalb diese Bezeichnung – über eine Spielfilmreihe aus den USA populär geworden – gewählt wurde. Jedenfalls hat diese Bezeichnung offensichtlich einen religiösen Charakter. Verkappte Sprache? Und wenn ja, was steckt dann in diesem Begriff?

Abschließend könnte gemäß der Diktion von Prof. Zuckermann im Umkehrschluss angenommen werden, dass seit seiner Gründung 1948 Israel von der Judenfeindschaft in der Diaspora profitiert habe und es deswegen Antisemitismus geben muss, da ansonsten Israel, das sich als sicherer Staat für die Juden dieser Welt präsentiert, die Bewohner ausgingen.

Zur allgemeinen Entspannung der Lage sei Yoav Shamir’s Film „Defamation – Spurensuche einer Verleumdung“ [35] empfohlen. Vielleicht entkrampfen sich dabei der verkappte Zustand und die Paranoia manisch Suchender und löst sich in ein schallendes Gelächter deutsch-jüdischen Humors auf. „Antisemitismus“ taugt nicht mehr als zeitgemäßes kybernetisches Instrument um eine Gesellschaft spaltende Machtpolitik zu betreiben, deren Projektion jene Gefährlichkeit erst hervorrufen kann die sie selbst propagiert. Aus systemischer Angst vor Verlust der Deutungshoheit. Offenkundig brutale und ungerechte Staatspolitik wird auf Dauer allerdings ebenso wenig Erfolg haben, wie das mantrische Repetieren von Großnarrativen, die ins religiöse abgehoben sind. Entweder das veranlassende System erodiert moralisch oder gewaltsame Entwicklungen führen zu noch Schlimmeren, wovor alle im Namen aller guten Geister bewahrt sein mögen. Auch der RBB.

[34] Wortbedeutung-Herkunft Yad Vashem
[35] Defamation - Spurensuche einer Verleumdung



Hubert Bergmann, Herbst 2019

 

 

 

 

 

 

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