Israel

Politik

Film „La zone de mémoire“ Veröffentlichung

La zone de mémoire

Der Film La zone de mémoire befindet sich nach 10 jähriger Arbeit mit „Unterbrechung“ in der Endbearbeitung und Untertitelung. Veröffentlichung im Laufe des Frühjahres geplant. Zwei Kapitel aus dem „hybrid“ Dokumentarfilm können hier betrachtet werden.

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In Congress Netanyahu rejects peace,…

… offers a fictional Palestine never to become reality and embarks on a collision course with the Palestinians and the whole world.

Artikl von Adam Keller, Sprecher der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom

s.a. http://adam-keller2.blogspot.com/

In Congress Netanyahu rejects peace, offers a fictional Palestine never to become reality and embarks on a collision course with the Palestinians and the whole world.

The speech of PM Netanyahu in the US Congress was composed of dozens of colorful gimmicks and empty cliches, talk of a peace which he does not intend to conclude and of a fictional Palestinian state which he has no intention of seeing become reality.

Netanyahu praised democracy to the skies, while intending to continue occupation rule over millions of people by main force, against their will. Netanyahu boasted of the freedom of religious worship supposedly provided by Israel at the holy places in Jerusalem, while the Israeli police has a declared policy of regularly barring Muslim worshippers from the mosques in the heart of Jerusalem. Netanyahu spoke sentimentally about the David and Goliath story in the Bible, while in reality the state of Israel had become a modern Goliath which killed hundreds of children in the three weeks of bombing on Gaza, and the role of David passed to Palestinian protesters armed only with stones.

In demanding a perpetual Israeli occupation along the Jordan River Netanyahu makes clear that what he calls a Palestinian state would be little more than an isolated enclave cut off from the outside world, with all entry and exit under Israeli control – in effect, a new version of besieged Gaza. Netanyahu spread promises to make „painful compromises“ and dismantle some of the settlements – and immediately blocked the road piling conditions upon conditions designed to ensure that the time for compromises would never come and the settlements would remain in being and continue to expand, robbing the lands of their Palestinians neighbors.

Netanyahu should not be blinded by the applause in a Congress which remains the hostage of a power-hungry Israeli lobby. It is unclear how long will this lobby retain its power, and whether either lobby or Congress are truly willing to embark upon a direct confrontation with the President of the United States on Netanyahu’s behalf. In his outspoken opposition to the principle of the 1967 lines with mutually agreed territorial swaps – the single route to peace which is agreed upon by the entire international community including the U.S. President – Netanyahu continues to dig in and burrow into his rejection of the chance for peace. His claim that the 1967 lines are „indefensible“ is ludicrous, especially considering that it was exactly within these lines that the IDF gained the greatest military victory in Israel’s history. In contrast, the settlements scattered throughout the Occupied Territories produce a blurred boundary, in fact a complete lack of any border, which the IDF finds it difficult to defend. The undoubted historical fact that Jews lived in these areas thousands of years ago can in no way change the fact that nowadays we are there as conquerors and oppressors, and such we will stay as long as a single Israeli soldier remains there against the residents‘ wishes. „

The extremist position that Netanyahu presented, wrapped in rhetoric and cliches, constitutes a final closing of the door to renewed negotiations and an embarkation on a course of collision with the Palestinians and the entire world, towards the inevitable

„diplomatic tsunami“ predicted by Defense Minister Barak. In the longer term it may actually turn out that Netanyahu – the very man who demands of the entire world to recognize the principle of „A Jewish State“ – will be the one who drives the Palestinians to despair of achieving their own state and into demanding a vote for the Knesset instead.

Contact: Adam Keller +972-54-2340749

RESÜMEE

Handeln wir im ureigenen Interesse jener Menschen nach der Erfüllung von grundlegenden Menschenrechten, die sich sonst bedingt durch ihren Widerstand gegen Unterdrückung in pervertierter Weise dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt sehen. Nicht jüdische Menschen wie auch Juden übrigens.

Es ist nämlich jene Unterlassung des Anprangerns, Offenlegens und des für unteilbare Menschenrechte Eintretens, welche antisemitische Tendenzen fördert.

Prangern wir Rüstungsexport nach Israel an, schließen wir uns dem Boykottaufruf der „elder Statesman“ an und arbeiten wir an der jüdischen Idee des „Schwerter zu Pflugscharen“ indem wir den Diskurs wagen und die Kapazitäten der Rüstungsindustrie in andere Bereiche transformieren helfen.

Politiker sollten hierzu Bewusstsein und Strukturen schaffen die diesen Wandel möglich machen! Dies ist echte und praktizierte zeitgenössische Verantwortung, wenn wir all dieses thematisieren, jenseits einer nebulösen Angst, die mit dem scheinbaren Verlust der Erinnerung und Trauer an Jene verbunden ist, deren „Opfer geworden sein“ den Auftrag für uns geboren hat, hinzuschauen und anzuklagen dort wo heute Unrecht passiert. Die säkularen Israelis wissen, dass sie allein der wachsenden Gruppe religiöser und nationalistischer Fanatiker in Israel nicht trotzen können.

„Es gibt diese Leute, die groß-israelische Träume haben und gar nicht daran denken, sich mit den Palästinensern zu verständigen,“ sagt Avishai. Internationaler Druck sei die einzige Möglichkeit, dem demokratisch, pragmatisch orientierten Israel auf die Sprünge zu helfen, so der Wissenschaftler. „Wir begrüßen das.“

Bernard Avishai, Professor für Betriebswirtschaft, Jerusalem | Spiegel 13.12.2010

Unser andauerndes Mahnen an „damals“ nimmt uns ja um so mehr in die Pflicht gegen das Unrecht von Heute aufzustehen. Das „niemals wieder“ und sein Unrecht ist ja schon da und ausgerechnet da, wo wir es wahrscheinlich am liebsten nicht hätten. Das ist unsere Bewährung.

In Fragen grundlegender Menschenrechte und dem Völkerrecht dürfen im 21 Jhdt. keine Konzessionen mehr gemacht werden. Deßhalb schließen wir uns folgendem Aufruf an:

  • „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für die sofortige Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens, dieser kollektiven Bestrafung seiner Einwohner, einzusetzen. Wir rufen die Bundesregierung auf, sich entschieden gegen die Trennung der Palästinenser des Gaza-Streifens und der West-Bank einzusetzen. Das wichtigste Mittel dafür ist die Anerkennung der demokratisch gewählten Hamas-Administration durch Deutschland und durch die EU ohne Vorbedingungen, als ein wesentlicher Gesprächspartner auf dem Weg zu einem gerechten Frieden.
  • Die Unverhältnismäßigkeit der Machtausübung der israelischen Armee bestärkt unsere Forderung an die deutsche Regierung, keine Waffen und U-Boote an Israel zu schicken.“
European Jews for just a peace | EJJP Deutschland | Berlin, den 03. Juni 2010

Wir nehmen an, dass dies Heinrich Heine eben so gesehen hätte, ergänzen diesen abschließend mit einem zeitgenössischen israelischen Historiker und schließen mit der Aufforderung endlich aus dem Schlaf der „Unwissenheit“, des tatsächlichen oder vorgeblichen Informationsdefizites oder bewußten Wegschauens und Leugnens aufzuwachen, mit Worten vorausschauender Menschen jüdischer Herkunft:

„Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst regressiver Bewältigung der Vergangenheit“

– und –

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“

WEGE zum KRIEG?

Die Litanei mantrisch gebeteter Ressentiments gegen die „Achsen des Bösen“ und ihrer Zuordnungsbreite in riesigen ethnischen Kollektiven schaffen jenes Konfliktpotential, welches man dann in Form des Terrors bekämpft. Eine neue Kriegsdoktrin: Schaffe den Konflikt, der „dich“ dann bedroht, um ihn zu bekämpfen. Über die Mechanismen dieser Zusammenhänge ist schon viel nachgedacht worden. Es ist nicht nötig diese hier weiter auszuführen.

Kollateralschäden gibt es fast nicht mehr (so zumindest die Doktrin), weil der Krieg der Zukunft asymmetrisch im urbanen Umfeld stattfindet (Military Operation in Urbanized Terrain) und vor allem die Hightechwaffe im Verbund mit Zielerfassung und Infrarotsuchkopf punktgenau mitten auch ins Zivile trifft. Monthy Pythons Film „Brazil“ läßt grüßen. Terror als Alltag. Wer Gut und wer Böse ist, entscheidet der Mann am Joystick, ein „erwachsener“ Junge fern des Kriegsschauplatzes.

Dort, wo der Horror der Perfektion, „der Wahnsinn der Normalität“ (Arno Grün) und der „bestmögliche“ Schutz der Zivilbevölkerung zum Alltag wird und in der Perversion gipfelt: Weil Zivilbevölkerung immer potentiell Unterstützer von Terror ist, da sie unter Terroristen oder Terroristen unter dieser lebt. Perversion der Ziele und ihrer Erfassung.

Deswegen schweigen?

Libanon- und Gazakrieg waren jene „Hightech“ Kriege in einer dicht besiedelten urbanen Strukturen mit tausenden von Opfern und zehntausenden von Verletzten und Traumatisierten durch Fliegerbomben und Lenkflugkörpern.

s.a. DIEHL BGT DEFENCE Lenkflugkörper, EUROSPIKE, Kooperation mit RAFAEL

WAFFEN, KNOW-HOW und SOFTWARE vom ÜBERLINGER SEE

oder

„DIE BESATZUNG MACHT KEINE SOMMERFERIEN“

Zitat aus dem Buch: „Ein Israeli in Palästina“ von Jeff Halper

Ein offener Brief an Politik und Gesellschaft um den „stillen Transfer“ deutsch – israelischer Beziehung und Geschichte in Überlingen am Bodensee.

Mit „stillem Transfer“ werden in Israel jene städtebaulichen Maßnahmen und Restriktionen bezeichnet, die entgegen internationaler Rechtssprechung darauf abzielen, palästinensische Bewohner aus ihren Lebensräumen und Häuser zu vertreiben und diese zu zerstören.
 

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>>> AUFRUF AN POLITIK & GESELLSCHAFT <<<

  • In diesem Zusammenhang fordern wir die Politik und alle Menschen auf eine offene Debatte zu führen über Israels Verhalten der palästinensischen Bevölkerung gegenüber, seiner über 40 jährigen widerrechtliche Besatzung und vor allem den rüstungsgeschäftlichen Beziehungen zu Deutschland, hier im Besondern Überlingen und die Bodenseeregion und Israel.
  • Ein Verschweigen dessen was sich heute im „heiligen Land“ abspielt und unsere uneingeschränkte Loyalität zu Israel, pervertiert jene Verantwortung die wir durch „unsere Täterschaft“ den Opfern damals und allen Opfern von Gewalt und Unrecht heute schuldig sind.
  • Handeln wir langfristig im eigentlichen Interesse aller Menschen in Palästina und Israel und deren Bedürfnis nach Frieden, unter Beachtung der allgemeinen unteilbaren Menschenrechte denen wir laut Grundgesetz verpflichtet sind, unter Beachtung der Erkenntnis von Zusammenhängen und deren Auswirkungen auf unsere Mitmenschen gleich wo diese sich befinden.
  • Es kann nicht in unserem Interesse liegen, vorbehaltlos jene Politik des israelischen Staates zu unterstützen die weiterhin ihre expansive Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten aufrecht erhält.  Genau dadurch wird der Konflikt von Israel verschärft und perpetuiert und führt zu verständlichen Reaktionen seitens der Palästinenser welches zu einem „unkontrolliertem“ Krieg im nahen Osten führen kann. Wollen wir den?
  • Durch militärische Unterstützung dieser Politik im Rahmen der sog. „Sicherheitspartnerschaft“ kann Europa und insbesondere Deutschland ins Visier islamistischen Terrors geraten, der sich als Antwort auf jene Unterdrückung versteht und diesen für sich  instrumentalisiert. Lassen wir es nicht soweit kommen.
  • Deswegen ist eine einseitige Israelsolidarisierung kontraproduktiv gegenüber den Interessen israelischer Bürger, gegenüber den Palästinensern und Europa; dies gilt auch für die Veranstaltung von „jüdischen Kulturtagen“ wenn diese Israel und Judentum unter Ausschluss der Erwähnung und Diskussion der Apartheidpolitik, Israel in einer Weise zeichnen, welche sich vor dem Hintergrund der aktuellen Lage als oberflächliche und geschichtsklitternde Propaganda und exklusiver Euphemismus darstellt.
  • Diese Art von Solidarität übertüncht an Statt aufzuklären, sie spielt die Einen gegenüber den Anderen aus.
  • Denken wir daran, dass Terror aus der Idee der asymetrischen Kriegsführung, dem Partisanenkrieg entstanden ist und dieser wiederum meistens aus der berechtigten Wehrhaftigkeit von Zivilbevölkerung gegenüber Besatzungsmächten und Unterdrückern.
  • Wenn wir dieses heute nicht erkennen oder erkennen wollen und stattdessen durch unser Verhalten kritiklos Rüstungskooperationen und „Erfahrungsaustausch“ mit Israel in Überlingen am Bodensee wie auch woanders unterstützen, oder umgekehrt Politiker und Gesellschaft sich von den Betrieben vor Ort begünstigen lassen, machen wir uns mitschuldig an all den direkten und indirekten Folgen des Einsatzes von Waffen, machen uns gemein mit einer Doktrin, die unter dem Vorwand „Verteidigung“, Krieg das Geschäft der Rüstung, dorthin delegiert wo er nicht unmittelbar bedrohlich für uns scheint.
  • Dort ist Perpetuierung und Inszenierung von Konflikten scheinbar einfacher zu „managen“ und undurchschaubarer zu bewerkstelligen. Waffen brauchen Krieg. Das war schon immer so. Sagen wir „nein“ dazu.
  • Deswegen sollen ortsansässige Rüstungsbetriebe so lange angeprangert und boykottiert werden, bis diese ihre Unterstützung und Zusammenarbeit mit Israel aufkündigen.
  • Erst wenn Israel die widerrechtliche Besatzung und Abriegelung der palästinensischen Gebiete beendet, die Apartheitmauer niederreißt und alle Menschenrechte, Völkerrecht UNO Resolutionen und Genfer Konventionen einhält, soll über weitere Schritte entschieden werden.